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Suse Linux 7.1 ab 10. Februar

26.01.2001
In zwei Wochen steht die neue Distribution 7.1 der Suse Linux AG in den Regalen. Wichtigste Neuerung ist wohl die Integration des Kernel 2.4, den Linus Torvalds Anfang des Monats freigegeben hatte.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Nürnberger Linux-Distributor Suse Linux AG bringt am 10. Februar seine neuen Pakete mit der Versionsnummer 7.1 in den Handel. Wichtigste Neuerung ist die Integration des von Linus Torvalds Anfang des Monats freigegebenen Kernel 2.4, von dem vor allem professionelle Anwender profitieren dürften. Das neue Linux-Herzstück bietet verbesserte SMP-Unterstützung (Symmetrical Multiprocessing), ein 64-Bit-Dateisystem und kann maximal 64 GB Arbeitsspeicher verwalten. "Otto Normalanwender" profitiert aber auch von neuer Technik, etwa erweiterter USB-Unterstützung (Universal Serial Bus) und besserer Hardware-Erkennung - zum Beispiel Plug & Play für ISA-Karten und ACPI. Der ältere Kernel 2.2.18, der bereits deutliche Verbesserungen in Sachen USB mit sich brachte, befindet sich ebenfalls im Lieferumfang.

Wie bereits in der Vorversion bietet Suse sein Linux in zwei Varianten an: Die "Personal"-Edition (drei CDs, 60 Tage Installationssupport, 89 Mark) kommt mit "KDE"-Desktop 2.1 und klassischen Anwendungen wie StarOffice, Netscape-Browser, Adobes Acrobat Reader oder der Bildbearbeitungssoftware "GIMP". Die "Professional"-Variante (sieben CDs/eine DVD, 90 Tage Installationssupport, 129 Mark) enthält zahlreiche Zusatzpakete, die unter anderem speziell auf den Server-Einsatz abzielen. Beide Ausführungen basieren ab Version 7.1 auf der Bibliothek "glibc 2.2" und bieten einen überarbeiteten Boot-Prozess, bei dem die Partition endlich größer als 1024 Zylinder sein darf. Die gepackten RPM-Pakete haben darüber hinaus lange Dateinamen erhalten, so dass Anwender sich nicht länger mit kryptischen Bezeichnungen plagen müssen.