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Supercomputer sind wieder gefragt

19.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Zeiten schwacher Nachfrage zwischen 2001 und 2003 hat das weltweite Geschäft mit Supercomputern im vergangenen Jahr wieder angezogen. Laut einer Studie von International Data Corp. (IDC) nahmen die Anbieter im Markt für High-Performance Computer(HPC) 2004 rund 7,25 Milliarden Dollar ein, das sind 30 Prozent mehr als im vorangegangenen Jahr.

Vor allem das Lowend- sowie das Highend-Segment des HPC-Marktes konnten 2004 deutlich zulegen. So wuchs das Geschäft mit Systemen unter 50 000 Dollar um 65 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktbereich für sogenannte "Enterprise Systems", die mehr als eine Million Dollar kosten, steigerte sich im Vergleich zu 2003 um rund 45 Prozent. Cluster-Systeme machen laut IDC-Angaben mittlerweile rund 37 Prozent des gesamten HPC-Marktes aus.

Earl Joseph, Vice President von IDC für den Bereich Technical Computing Systems, führt den Anstieg auf die allgemeine konjunkturelle Erholung in vielen Segmenten zurück. Demnach hätten zahlreiche Firmen wieder mehr Geld für Forschung und Entwicklung übrig. Dies erhöhe die Nachfrage nach leistungsfähigen Rechnern. Das Wachstum im HPC-Markt werde weiter anhalten, ergänzt sein Kollege Chris Willard. Allerdings dürften die Raten nicht so hoch ausfallen wie im vergangenen Jahr. (ba)