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Suns Javastation II heißt Corona

06.08.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun Microsystems steht nach einem Bericht des US-Wirtschaftmagazins "Forbes" kurz vor der Vorstellung der zweiten Generation seiner "Javastation". Die Javastation II wurde demnach "Corona" getauft und zielt entgegen früheren Berichten vor allem auf Unternehmenskunden. Eigentlich, so der Bericht, hätte Corona bereits im Juli präsentiert werden sollen. Zum damaligen Zeitpunkt habe es aber noch am Interesse der Kunden an der offiziell knapp 500 Dollar teuren Maschine gemangelt. Inzwischen werden aber neben der Regierung von Singapur eine Reihe großer Fluglinien, Kurierdienste und Handelsunternehmen als potentielle Abnehmer gehandelt.

Corona enthält dem Vernehmen nach ein Embedded-Java-Betriebssystem sowie eine neue Variante des Klassikers "X-Window"-System. Alle Applikationen werden über das Netz geladen (der nötige Ethernet-Anschluß ist bereits an Bord), das Profil des Anwenders wird dabei auf einer Smartcard gespeichert. Im Gegensatz zu typischen "dummen Terminals" beherrscht Corona auch den Umgang mit Streaming Audio und Video. Von diesem "ultimativen Thin Client" (O-Ton Sun) will der Hersteller bereits im kommenden Jahr eine Million Stück verkaufen. Gemessen am Erfolg des Vorgängermodells erscheint dieses Vorhaben gelinde gesagt gewagt.