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Sun zeigt Niagara-Chip im Februar

01.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der neue Sparc-Prozessor von Sun Microsystems mit dem Codenamen "Niagara" könnte möglicherweise auf dem nächsten Quartalstreffen der Company im Februar 2005 zu sehen sein. Der Chip verfügt über acht Ausführungseinheiten, die jeweils vier Anfragen gleichzeitig bearbeiten. Das Grunddesign des Chips entwickelte das Startup-Unternehmen Afara Websystems, das Sun im Jahr 2002 übernommen hat. Ein wichtiger Vorzug der Architektur ist die geringe Stromaufnahme des Chips, die bei 56 Watt liegen soll. Sonstige Server-Prozessoren nehmen leicht das Doppelte davon auf.

Insider erwarten, dass Sun ab Februar den Business-Partnern und Softwarehäusern Niagara-Server für Testzwecke zur Verfügung stellt. Wird dieser Zeitplan eingehalten, könnten Sun-User ab 2006 mit kommerziell verfügbaren Produkten rechnen. Damit würde sich die Auslieferung neuer Systeme um rund ein Jahr verzögern.

Suns weitere Marschrichtung bei Prozessoren sieht eine zweite Niagara-Generation und mit "Rock" einen leistungsstärkeren Bruder vor, der 2008 das Licht der Welt erblicken soll. Zusätzlich ist Sun mit dem Sparc-Produzenten Fujitsu eine strategische Partnerschaft zur gemeinsamen Entwicklung des "Olympus"-Prozessors eingegangen. (kk)