xVM VirtualBox 2.1

Sun verbessert seine Virtualisierungs-Software

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Sun Microsystems hat die Version 2.1 der quelloffenen Virtualisierungs-Software "xVM VirtualBox" veröffentlicht.

Diese bringt wichtige Neuerungen in den Bereichen Grafik- und Netzleistung, Konfiguration, Hardware-Unterstützung sowie Interoperabilität. Nutzer können xVM VirtualBox 2.1 kostenlos herunterladen; Sun bietet optional auch Enterprise-Subskriptionen mit Support an, die ab 22 Euro pro Nutzer und Jahr zu haben sind.

Drei Browser auf einem Mac: Firefox (Open Solaris), Safari (nativ) und Internet Explorer (Vista) - dank xVM VirtualBox.
Drei Browser auf einem Mac: Firefox (Open Solaris), Safari (nativ) und Internet Explorer (Vista) - dank xVM VirtualBox.

Das neue Release bietet neue beschleunigte 3D-Grafik über OpenGL, höhere Netzleistung inklusive Bridged Networking auf Windows und Linux (damit lässt sich zum Beispiel ein LAMP/SAMP-Stack einfach in einer virtuellen Maschine installieren) und integrierte iSCSI-Unterstützung, die beispielsweise Verbindungen zu Suns neuen "Open-Storage"-Systemen ("Sun-Storage-7000"-Familie) ermöglicht.

Weitere Neuerungen sind Unterstützung für Mac OS X als Host mit Zugriff auf Intels Hardware-Virtualisieriungstechnik "VT-x", verbesserter Support für die virtuellen Festplattenformate von VMware (VMDK) und Microsoft (VHD), Unterstützung für Intels neue Nehalem-Prozessoren (zunächst "Core i7") sowie die Möglichkeit, auf einem 32-Bit-Host, entsprechende Hardware vorausgesetzt, auch 64-bittige Gast-Betriebssysteme zu fahren.

VirtualBox unterstützt eine Vielzahl von Host- und Gast-Betriebssystemen. Die Software wurde übrigens in Deutschland entwickelt, und zwar von der bei Stuttgart ansässige Firma innotek. Sun hatte diese im Frühjahr 2008 übernommen, um sein Virtualisierungs-Portfolio auszubauen.