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Sun stellt Niagara-Chipdesign fertig

12.05.2004

Das Design von Suns kommendem "Niagara"-Prozessor ist seit gestern "taped out", das heißt fertig gestellt und auf dem Weg zur Foundry Texas Instruments zwecks Bau und Tests erster Prototypen. Üblicherweise vergeht nach diesem wichtigen Schritt aber mindestens ein Jahr, bevor ein neuer Prozessor tatsächlich für den Einsatz in Servern taugt.

Das Design des Niagara ist insofern ungewöhnlich, als es acht separate Prozessorkerne (Cores) enthält, von denen wiederum jeder vier Befehlssequenzen (Threads) gleichzeitig verarbeiten kann. Sun bezeichnet dies als "Throughput Computing" beziehungsweise "Chip Multithreading". Das Design hat Sun von der im Jahr 2002 übernommenen Start-up Afara Websystems geerbt.

Niagara und dessen ebenfalls noch in Entwicklung befindliches Highend-Pendant "Rock" spielen eine wichtige Rolle für Sun, das unlängst die Entwicklung des "Ultrasparc-V" sowie des Lowend-Prozessors "Gemini" mit zwei Ultransparc-II-Cores eingestellt hatte (Computerwoche.de berichtete). (tc)