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Sun startet neuen Open-Source-Versuch

03.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am Eröffnungstag der Linuxworld in New York hat Sun Microsystems zentrale Teile (konkret geht es um TI-RPC = Transport-Independent Remote Procedure Call) des Quellcodes seines Netzwerk-Dateisystems "NFS" unter einer neuen Mehr-oder-weniger-Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Diese neue Lizenz namens "Industry Standard Source License" (wieso kann Sun eigentlich nicht auch die GNU General Public License = GPL verwenden?) unterscheidet sich von Suns bisheriger "Community Source License" in einem entscheidenden Punkt: Wenn ein Entwickler Änderungen am Quellcode vornimmt, muss er diese nicht mehr dem Hersteller mitteilen. In puncto NFS tut dies Sun nicht besonders weh - die Kontrolle des Standards hat die McNealy-Company nämlich bereits vor einiger Zeit an das Standardisierungsgremium IETF (Internet Engineering Task Force) abgegeben.