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Sun startet Enterprise Continuity Program

29.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einer Kombination aus Technik und Diensten will Sun den Ausfall von Netzwerken im Fall physischer Gewalteinwirkung verhindern, die zum Beispiel durch Naturkatstrophen oder Terroranschläge entsteht. Das "Enterprise Continuity Program" sieht vor, Rechenkapazitäten auf unterschiedliche Standorte aufzuteilen und in einem Cluster zusammenzufassen. Laut Sun lassen sich durch die Technik zum Beispiel Rechner eines Börsenhandelssystems auf Plätze verteilen, die rund 200 Kilometer auseinander liegen, ohne die Rechen- und Reaktionszeiten zu erhöhen. Herkömmliche Glasfaserverbindungen benötigen zumindest alle zehn Kilometer einen Knoten.

Für entsprechende Rechnerverbände hat Sun die Modelle 3900, 6900 und 9900 der StorEdge-Speichersysteme und die Server der Baureihe SunFire 15k zertifiziert. An der Implementierung der Cluster ist der Netzwerkspezialist Nortel Networks beteiligt. Als Kunden haben die Anbieter die weltweit 1000 größten Unternhemen im Visier. Ein Cluster sei nicht billig, aber kostengünstiger als herkömmliche Disaster-Recovery-Systeme. Da jeder Rechner im Verbund gleichzeitig als Backup-Medium dient, sind keine zusätzlichen Sicherungssysteme notwendig, so Sun. (lex)