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Sun schreibt trotz Umsatzrückgang wieder schwarze Zahlen

17.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun Microsystems gelang es, im Ende März abgelaufenen dritten Geschäftsquartal 2003 mit vier Millionen Dollar wieder einen leichten Nettogewinn zu erzielen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 37 Millionen Dollar angefallen, im vorangegangenen zweiten Quartal hatten Abschreibungen in Höhe von zwei Milliarden Dollar zu einem Defizit von 2,28 Milliarden Dollar geführt. Während der Server- und Unix-Spezialist mit einem ausgeglichenen Ergebnis pro Aktie die mittlere Prognose der Analysten traf, unterbot der Umsatz mit 2,79 Milliarden Dollar die Durchschnittserwartung der Finanzexperten um zirka 120 Millionen Dollar. Gleichzeitig fielen die Einnahmen rund zehn Prozent niedriger aus als die 3,11 Milliarden Dollar im Vergleichsquartal 2002. Da die Konkurrenten IBM und EMC gleichzeitig ihre Umsätze steigern konnten, geht Steven Milunovich, Staranalyst von Merrill Lynch, davon aus,

dass Sun im Berichtszeitraum weitere Marktanteile verloren hat. Finanzchef Steve McGowan erklärte dagegen, dass viele Unternehmen zur Quartalsmitte ihre Bestellungen auf Eis gelegt hätten. Als die Company daraufhin ihre Preise für Enterprise-Server gesenkt hatte, seien die Einnahmen in den letzten zwei Schlusswochen des Quartals wieder gestiegen.

Fortschritte hingegen wies Suns Servicesparte auf, die ein Umsatzwachstum von sieben Prozent erzielte und mittlerweile knapp ein Drittel zu den Gesamteinnahmen beiträgt. Vor zwei Jahren lag der Anteil bei rund 20 Prozent. Eine genaue Prognose für das laufende Schlussquartal wollte CFO McGowan nicht abgeben. Er erklärte lediglich, man rechne mit einem leichten sequenziellen Umsatzwachstum. (mb)