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Sun plant Open-Source-DRM

22.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Suns Softwarechef Jonathan Schwartz stellt heute auf dem Aspen Summit der Progress and Freedom Foundation das in mehrjähriger Arbeit entwickelte Projekt "Open Media Commons" vor. Dessen Kernstück ist eine neue Softwarelösung zur Verwaltung digitaler Rechte (Digital Rights Management = DRM) namens "Dream" (DRM everywhere available).

Sun hat Dream unter die Communitly Development and Distribution License (CDDL, die gleiche wie bei Open Solaris) gestellt. Es enthält unter anderem Software für die Interoperabilität verschiedener DRM-Systeme basierend auf Personen- und nicht Geräteinformationen, Server-Software zur Auslieferung von Videoströmen und Java-Software für die Verwaltung der Streams.

"Es gibt eine Handvoll Firmen, die sich als Zöllner für die Verwaltung digitaler Rechte aufspielen", sagte Schwartz in einem Interview. "Dream wird die Patente von InterTrust, ContentGuard und MPEG LA umgehen, sodass Ihre Kinder künftig keinen Dollar hinblättern müssen, um zuhause einen Film anzuschauen."

Ob sich Suns neue Technik am Markt durchsetzen kann, hängt vornehmlich davon ab, welche Partner das Unternehmen dafür gewinnen kann. Und es steht kaum zu erwarten, dass Firmen wie Apple oder Microsoft sich dafür begeistern können. Das weiß auch Schwartz: "Wer eine Ein-Hersteller- oder Ein-Gerät-Lösung bevorzugt, sieht das Netz nicht so wie wir", konzedierte der Sun-President. (tc)