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Sun öffnet die Java-Standardisierung

26.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun Microsystems will den Java-Standardisierungsprozess transparenter gestalten. Demnach sollen künftig externe Gruppen Einsicht über im JCP (Java Community Process) geplante Erweiterungen neuer Java-Spezifikationen erhalten und Vorschläge dazu einreichen können, bevor die Standardisierung abgeschlossen ist.

Ziel der als JCP 2.6 bezeichneten Änderungen sei es, die Zusammenarbeit der Java-Entwickler zu fördern und die Standardisierung neuer Spezifikationen zu beschleunigen, sagte Onno Kluyt, der dem JCP Program Management Office vorsteht. An der Entwicklung des neuen JCP sind 28 Unternehmen beteiligt, nach deren Plänen die externen Gruppen den Mitgliedsstatus "Expert Group Observer" erhalten sollen.

Ein effizienter Mechanismus zur Java-Standardisierung ist notwendig, um mehr Entwickler für die Programmiersprache zu gewinnen, sagen Analysten. Unternehmen wie Oracle, Bea und IBM, die Java-basierende Tools verkaufen, seien abhängig von stetigen Verbesserungen, um gegen Microsofts Programmierwerkzeuge wie Visual Studio .NET konkurrieren zu können. In der Vergangenheit mehrten sich kritische Stimmen gegen den JPC. Neue Spezifikationen hätten immer komplexere Programmierszenarien abgedeckt. Es sei jedoch notwendig, die Entwicklung mit Java einfach zu halten. (lex)