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Sun nimmt sich Service-orientierter Architekturen an

16.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit der Ankündigung eines Verzeichnisdienstes für Software-Services will sich nun auch Sun Microsystems als Infrastrukturanbieter für Service-orientierte Architekturen (SOAs) empfehlen. Die "Sun Service Registry" entstammt dem Open-Source-Projekt "Freebxml" und verwendet die aktuellen Spezifikationen der Verzeichnisdienste "Universal Description and Discovery an Integration" (UDDI) 3.0 sowie Ebxml Registry. Sie soll die Suche, Verwaltung, den sicheren und kontrollierten Zugriff sowie die Wiederverwendung von Services ermöglichen.

Herzstück des Produkts ist ein Verzeichnis für Service-Metadaten, das Funktionen bietet, um Web-Services über den gesamten Lebenszyklus zu managen. Damit adressiert Sun das Thema Services-Governance, das von Experten und Verzeichnis-Herstellern wie Systinet als eine wesentliche Aufgabe bei der Umsetzung und Verwaltung von SOAs sehen. Eine Probeversion der Service Registry ist Teil des "Java Web Services Developer Pack 1.6", das Sun vermutlich zur Java One in zwei Wochen freigeben wird. Ein Voll-Release will der Hersteller im Herbst zusammen mit der Version 4.0 seiner Infrastruktursoftware "Java Enterprise System" auf den Markt bringen. Laut Dana Gardner, Analystin bei der Yankee Group, ist die Registry Suns erster Baustein einer eigenen Produktstrategie für SOA. Dem Hersteller fehle aber beispielsweise eine Messaging-Lösung, die als "Enterprise Service Bus" die Kommunikation und Prozesssteuerung zwischen Softwarediensten übernimmt. Ebenso vermisse sie Serverfunktionen für die Verwaltung und sichere Kommunikation von Services. (as)