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Sun macht seinen Servern Dampf

07.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun Microsystems liefert nach einigen Verzögerungen seit gestern eine Reihe von Servern auch mit dem neuen schnellsten "Ultrasparc-III"-Chip mit 900 Megahertz Taktfrequenz aus. Gegenüber dem bisher schnellsten 750-Megahertz-Chip verspricht der Hersteller Leistungsgewinne von bis zu 20 Prozent. In den Genuss der Beschleunigung kommen ab sofort die Modelle "Sunfire 3800", "4800" und "4810" sowie der "Midframe 6800". Im Highend-System "Sunfire 15000" alias "Starcat" ist der 900-Megahertz-Ultrasparc bereits seit September zu haben.

Aus Sicht von Analysten muss Sun aufpassen, dass es in Sachen Prozessorleistung nicht ins Hintertreffen gerät. "Sun steht leistungsmäßig am schwächsten da", warnte beispielsweise Nathan Brockwood von Insight64 auf dem Microprocessor Forum in San Jose letzten Monat. Konkurrent IBM beispielsweise offeriert in seinem "pServer 690" ("Regatta") Power4-Chips mit 1,1 und 1,3 Gigahertz Taktrate. HPs PA-RISC glänzt zwar auch nicht gerade mit hohen Frequenzen - der "8700" im "rp8400" ist 750 Megahertz schnell -, aber der Hersteller wird mit dem Umstieg auf den gemeinsam mit Intel entwickelten Itanium zumindest in Sachen Prozessor-Speed einen enormen Sprung nach vorn machen. Brockwood sieht für Sun vor allem ein Problem: "Selbst wenn Sun in Sachen Leistung gleichauf bleiben kann - sie müssen immer noch selbst entwickeln, was andere einfach einkaufen."