Nach Zusammenarbeit mit Herstellern

Sun legt Java-Spezifikation fuer den Datenbankzugriff vor

23.02.1996

Wenn Java zu mehr taugen soll, als Web-Seiten mit Animationen aufzuputzen, dann, so lautete der Ruf von Anwendern und Herstellern, muss es den unkomplizierten Zugriff auf relationale Datenbanken unterstuetzen. Mit der JDBC-Schnittstelle soll nun eine enge Integration von Unternehmensdaten und Geschaeftsregeln mit Web-Anwendungen moeglich werden. Die Datenbank-Schnittstelle eignet sich zudem fuer die Inanspruchnahme von Middleware-Diensten, die Verbindung zu Security- und Directory-Services sowie zu Applikations-Servern herstellen.

Bei Sun hat man freilich nicht den Anspruch, mit JDBC besonders innovativ zu sein. Dieses API gilt als Java-Aequivalent zu Microsofts ODBC, an der es sich weitgehend orientiert. Entsprechend stoesst das Vorhaben bei Microsoft auf wenig Gegenliebe, wo man keine Notwendigkeit fuer JDBC erkennen will und den hauseigenen "Internet Information Server" mit ODBC- Unterstuetzung ausstattet.

Die fuer Java-Entwickler natuerliche Datenbankloesung JDBC sieht vor, dass der Datenaustausch von Web-Servern und relationalen Datenbanken ohne Benutzung des "Common Gateway Interface" (CGI) erfolgen kann. Dieses wird zwar derzeit von praktisch allen Datenbankherstellern fuer die Web-Anbindung ihrer Produkte verwendet, gilt aber als langsam und umstaendlich zu programmieren.