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Sun erweitert J2EE um Web-Services

17.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun Microsystems hat heute eine Reihe von Erweiterungen für die Unternehmens-Server-Variante seiner Java-Plattform (J2EE = Java 2 Enterprise Edition) veröffentlicht, die die Entwicklung und den Betrieb von XML-Anwendungen ermöglichen sollen. Auch wenn solche Tools teilweise schon als Open-Source-Software zu haben waren, ist das "Java XML Pack" die erste offiziell zertifizierte Lösung in diesem Bereich.

"Das Java XML Pack bietet Entwicklern einen Standard für den Einsatz von Web-Services", verspricht Produkt-Managerin Karen Shipe. Das zuvor als "JAX Pack" (der Name musste aufgrund eines Copyright-Konflikts geändert werden) bekannte Toolset ermöglicht XML-Messaging und -Data-Binding sowie Remote Procedure Calls über SOAP (Simple Object Access Protocol). Mit UDDI (Universal Description, Discovery and Integration) sowie WSDL (Web Services Description Language) fehlen allerdings zwei weitere elementare Standards. Diese sollen über ein Ergänzungspaket nachgereicht werden, das der Hersteller binnen 30 Tagen zum Download anbieten will.

Das Toolkit will Sun auch anderen Anbietern zur Verfügung stellen, damit diese es in ihre Produkte einbinden können. Neben dem hauseigenen Forte for Java gehören dazu JBuilder (Borland Software), JDeveloper (Oracle) sowie Visual Cafe (Webgains). Das Java XML Pack wurde seit August im Rahmen eines Early-Access-Programms getestet und unterstützt J2EE 1.2 und 1.3. Es steht unter java.sun.com/xml/downloads/javaxmlpack.html kostenlos zum Download bereit. (tc)