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Sun erschließt neue Welten für T3

11.01.2001
Sun Microsystems teilte gestern mit, dass die "Purple"-Speichersubysteme ab sofort auch mit den Betriebssystemen AIX, HP-UX, Linux sowie Windows NT arbeiten. Bislang war Solaris Voraussetzung für den Betrieb.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun Microsystems teilte gestern mit, dass die Speichersubysteme "Storedge T3" ab sofort auch mit den Betriebssystemen AIX (IBM), HP-UX (Hewlett-Packard), Linux sowie Microsofts Windows NT arbeiten. Bislang war Suns hauseigenes Unix-Derivat Solaris Voraussetzung für den Betrieb. Sun will damit wohl weniger Neukunden gewinnen als vielmehr den Bedürfnissen der existierenden Kundschaft nachkommen, die fast immer in irgendeiner Form heterogene Server-Landschaften betreibt. In diesem Zusammenhang nimmt es allerdings ein wenig Wunder, dass OS/390, Compaqs "Tru64", SCOs Unixware und Novell Netware in der Liste der unterstützten Betriebssysteme weiterhin fehlen.

Die Kompatibilitätstests für den Einsatz in den neuen Umgebungen hat Sun übrigens den Experten bei NEXL Network Systems Inc. überlassen. Deren Fazit: In den neuen Welten sei die Inbetriebnahme der Sun-Speicher eine reine Plug-and-play-Angelegenheit. Die Einrichtung von NT-Partitionen etwa sei deutlich einfacher als bei den "Symmetrix"-Produkten von EMC. Sun hatte die T3s (auch unter ihrem früheren Codenamen "Purple" bekannt) im Juli vergangenen Jahres auf den Markt gebracht (Computerwoche online berichtete). Die auf Hochverfügbarkeit hin optimierten Arrays (redundante "hot-swappable" Komponenten, doppelter Pfad zum Host, gespiegelte Cache etc.) sind mit Kapazitäten zwischen 163 GB und 169 TB lieferbar. Die Einstiegspreise beginnen bei knapp

40.000 Dollar, eine Unternehmenskonfiguration mit 5,2 TB schlägt mit gut 600.000 Dollar zu Buche.