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Sun bringt erste Beta von Solaris 9

02.10.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Sun Microsystems hat heute eine erste öffentliche Betaversion seines kommenden Betriebssystems "Solaris 9" veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine abgespeckte "Kompaktausführung", mit der vor allem Entwickler die Kompatibilität ihrer Anwendungen testen können. Viele Features des für das kommende Jahr vorgesehenen Final Release sind darin jedoch nicht enthalten. Dabei ist aber die neue RCM-API (Reconfiguration Coordination Manager). Diese ermöglicht es, die Auswirkungen auf dynamische Veränderungen an Partitionen oder Hardware auf Anwendungssoftware zu beobachten. Ebenfalls unterstützt werden unterschiedliche Page Sizes, von denen vor allem Applikationen mit großem Speicherbedarf profitieren können. Neu sind auch APIs, Befehle und Utilities, die den Betrieb von eigentlich für Linux geschriebenen Anwendungen nach einer Neukompilierung auch unter Solaris

ermöglichen sollen. Ein spezieller "Compatibility Mode" ermöglicht zudem das Ablaufen von Linux-Programmen für die Intel-Architektur IA-32.

Frühe Tester zeigen sich von Solaris angetan. "In Sachen Stabilität ist Sun bombensicher", bescheinigt etwa Ian Batten, IT Director bei Fujitsu Telecommunications Europe Ltd. Sein Unternehmen hat noch Anwendungen unter der Beta von Solaris 7 laufen. Dieses System sei in 1000 Betriebstagen nicht einmal abgestürzt. Nun soll eine ERP-Anwendung auf Solaris 9 aufgesetzt werden.

Das "Early Access Program" für Solaris 9 findet sich unter www.sun.com/solaris/programs/solaris9ea. Dort liegt die Software zum Download für Sparc- und Intel-Server zum Download bereit. Als Systemvoraussetzungen nennt Sun 128 MB Arbeitsspeicher sowie 6 GB freien Plattenplatz.