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Summa: Sieben Thesen zum Internet-Geschäft 2001

23.03.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der deutsche E-Commerce-Vordenker Harald Summa, unter anderem Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Internet-Wirtschaft eco e.V., Köln, hat sieben Thesen zum Internet-Business im Jahr 2001 aufgestellt. Diese lauten:

Bis Ende 2001 werden über 150 Millionen Rechner erreichbar sein. Das wäre mehr als eine Verdreifachung gegenüber der heutigen Zahl von 45 Millionen. Das weltweit stärkste Wachstum bei den Internet-Anschlüssen soll Deutschland erreichen.

Das Internet wird primär zu einem Medium der Wirtschaft: 2001 entfallen drei Viertel aller im Internet getätigten Transaktionen auf den Bereich Business-to-business (allein in Deutschland mit einem Volumen von 86 Milliarden Mark).

Das Internet-Geschäft mit Privatkunden wird sich bis in drei Jahren auf rund 17 Milliarden Mark verdreifachen, der Einzelhandel in der "realen" Welt bleibt unterdes rückläufig.

2001 werden mehr als ein Drittel der Geschäftsbeziehungen von Unternehmen (Einkauf, Verkauf) elektronisch abgewickelt. Die treibenden Kräfte hierfür sind Extranet und Electronic Data Interchange (EDI) via Web.

Geschäftstransaktionen auf Basis von Web-EDI/XML (Extensible Markup Language) überflügeln den traditionellen Datenaustausch und steigen von heute fünf auf rund 65 Prozent im Jahr 2001.

Die Märkte regulieren sich selbst. Staatliche Eingriffe treten zugunsten von Selbstregulierungsmaßnahmen der Teilnehmer (Beispiel: Global Business Dialogue) in den Hintergrund.

E-Commerce verändert die Geschäftsprozesse durchgreifend und führt damit auch zu drastischen Veränderungen in der Wirtschaft. Die Unternehmen werden darauf mit Differenzierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen reagieren, die Nutzung wertschöpfender Netzwerke maximieren und verstärkt auf das One-to-one-Marketing setzen. Summas Rat an alle betroffenen Führungskräfte: "Kannibalisiere Dich selbst, bevor es jemand anderes tut."

Die plakativen Thesen Summas beruhen auf Expertenschätzungen von Verbänden sowie entsprechenden Untersuchungen von Marktforschern und Beratungsgesellschaften.