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Sugar: Wir sind das Linux des CRM

07.09.2004

Die in Cupertino ansässige Softwareschmiede SugarCRM wurde im April von drei früheren E.piphany-Managern aus der Taufe gehoben und erhielt im vergangenen Monat zwei Millionen Dollar Wagniskapital von Draper Fisher Jurvetson. Sie bietet mit "Sugar Sales" eine Software für Vertriebsunterstützung und Kundendienst an, die sich nach Angaben des 37-jährigen Firmenchefs John Roberts nicht hinter Konkurrenzprodukten von Best Software, FrontRange Solutions, Salesforce.com oder Microsoft zu verstecken braucht. "Das ist das Linux des CRM", glaubt der CEO.

Im Gegensatz zum Wettbewerb bietet Sugar seine Software allerdings unter Open-Source-Lizenz und damit für sich betrachtet kostenlos an - eine von wenigen Firmen, die quelloffene Anwendungen für das Business offerieren. Geld verdienen möchte die zehnköpfige Company aber natürlich auch. Sie startet darum ein Support-Paket für knapp 150 Dollar pro Nutzer und Jahr. Ähnlich wie bei Red Hat erhalten Abonnenten dafür Hilfe bei der Installation, Schulungen, Garantien, technischen Support und Patches. Ab Oktober will Sugar seine Software überdies gehostet anbieten.

Laut Roberts wurde Sugar Sales seit April schon über 20.000 Mal herunter geladen, was die Erwartungen des Anbieters bei weitem übertraf. Es gehört auf Sourceforge.net zu den populärsten Downloads. Mit der Einführung der Service-Pakete erhält die Lösung einige neue Funktionen, beispielsweise Importroutinen für Daten aus Konkurrenzprogrammen und eine Integration mit Microsoft Outlook. (tc)