Macbook Air lässt grüßen

Subnotebook MSI X340 im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Das MSI X340 sieht dem Macbook Air ähnlich. Die spitz zulaufende Front und die abgerundeten Kanten verleihen dem Subnotebook mit 12,4-Zoll-Display ein schickes Äußeres. Leider kann es in puncto Tempo und Akkulaufzeit keine Akzente setzen.
Flaches Subnotebook im Test: MSI X340.
Flaches Subnotebook im Test: MSI X340.

Es ist leicht möglich, dass die Designer des MSI X340 vom Macbook Air inspiriert waren. Allerdings überragt das MSI-Subnotebook mit einer Höhe von 2,2 Zentimetern sein Vorbild etwas. Was den Preis anbelangt ist es mit rund 800 Euro deutlich schonender für den Geldbeutel als sein Mac-Pendant.

Tempo
MSI setzt im X340 den Single-Core-Prozessor Core 2 Solo SU3500 mit 1,4 GHz ein. Mit dieser CPU lassen sich flache und vor allem günstige Subnotebooks bauen. Der Nachteil: Besonders schnell ist der SU3500 nicht: Im Leistungstest Sysmark 2007 schaffte das MSI X340 nur 58 Punkte. Selbst die billigsten Standard-Notebooks mit Dual-Core-CPU sind da schneller. Wenigstens ist das MSI X340 rund 30 Prozent rechenstärker als ein Netbook.

Ausstattung
Dem MSI X340 fehlt ein DVD-Brenner - in das flache Gehäuse passt kein optisches Laufwerk. Dafür bietet die Festplatte mit 320 GB ordentlich viel Platz - übrigens eine Standard-2,5-Zoll-Festplatte mit 5400 Umdrehungen pro Minute, kein kompaktes, aber langsames 1,8-Zoll-Modell. Außerdem bringt das MSI X340 Gigabit-LAN, 11n-WLAN und Bluetooth mit. Sparsam ist MSI hingegen bei den Schnittstellen - wenngleich das X340 doppelt so viele USB-Anschlüsse wie das Macbook Air mitbringt: nämlich zwei. An der linken Gehäuseseite sitzen zwei Monitorausgänge - HDMI und VGA. Docking-fähig ist das MSI X340 nicht, ebenso fehlen die Schnittstellen Firewire, PC-Card, Expresscard, e-SATA und ein Fingerprint-Scanner.

Das MSI X340 liegt mit seiner Akkulaufzeit von 3:40 Stunden nicht im Spitzenfeld bei Subnotebooks
Das MSI X340 liegt mit seiner Akkulaufzeit von 3:40 Stunden nicht im Spitzenfeld bei Subnotebooks

Akkulaufzeit
Das MSI X340 wiegt nur 1,34 Kilogramm - leichter als manches Netbook. Das geringe Gewicht erreicht MSI nicht nur durch den Verzicht auf einen DVD-Brenner. Der eingebaute 4-Zellen-Akku - der sich übrigens problemlos wechseln lässt - fasst nur 32 Wh. Damit schaffte das MSI X340 im Akkutest nur magere 3:40 Stunden - sehr schwach für ein Subnotebook, aber der Preis, den man für das geringe Gewicht und die flache Bauweise zahlen muss.

Ergonomie
Das 13,4 Zoll große Display im MSI X340 zeigt 1366 x 768 Bildpunkte. Es strahlt sehr hell - im Mittel mit 217 cd/m2. Allerdings besitzt es eine spiegelnde Oberfläche, sodass man unter freiem Himmel im Display vor allem sich selbst sieht. Fürs ergonomische Arbeiten mit dem MSI X340 unterwegs braucht man einen gut beschirmten Schattenplatz. Schwach fielen die Messwerte für Kontrast und Helligkeitsverteilung aus - hier schneiden die meisten Subnotebooks besser ab als das MSI X340. Der Lüfter im MSI X340 war nicht besonders laut, nervte aber mit ständigen Drehgeräusch, selbst wenn das Subnotebook nur wenig zu tun hatte.

Handhabung
Deutlich schlechter als beim Macbook Air und bei den meisten Subnotebooks fällt die Tastatur im MSI X340 aus. Die Tasten haben zwar den Standardabstand von 19 Millimetern. Doch die Tastatur gibt beim Tippen deutlich nach und der Hub fällt sehr flach aus. Auch das Touchpad kann sich nicht mit der von vielen Subnotebooks gewohnten Qualität messen: Es reagiert träge und unpräzise. Obwohl die Touch-Fläche angenehm groß ist, greift man schnell zur externen Maus um mit dem MSI X340 zu arbeiten.

Fazit: Das MSI X340 ist sehr leicht - und sieht dem Macbook Air zumindest ähnlich. Sehr viel mehr Positives bleibt nicht zu sagen: Das Subnotebook ist zwar sparsam, trotzdem ist die Akkulaufzeit zu kurz. Die Rechenleistung genügt nur geringen Ansprüchen, die Tastatur stellt Vielschreiber nicht zufrieden und das Display nur mittelmäßig.

Alternativen: Eine deutlich längere Akkulaufzeit bietet das günstigere Acer Aspire 3810T, das zwar etwas schwerer, aber nicht minder elegant ist.

Varianten:
MSI Megabook X340 Pro-SU3523 silber (getestet)
MSI Megabook X340 Pro-SU3523 schwarz
MSI Megabook X340 Pro-SU3523 weiß
MSI Megabook X340-7225VHP weiß: mit Celeron M 723 (1,2 GHz), 250-GB-Festplatte
MSI Megabook X340-7225VHP schwarz: mit Celeron M 723 (1,2 GHz), 250-GB-Festplatte

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation PC-Welt. (pah)