CeBIT

Sub-Notebooks machen Netbooks Konkurrenz

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Schicke Sub-Notebooks werden mit Preisen von deutlich unter 1000 Euro erschwinglich. Außerdem bieten größere Displays und Tastaturen sowie eine bessere Leistung mehr Notebook-Komfort als die kleineren Netbooks.

Die Lücke zwischen Netbooks und klassichen Notebooks schließt sich. Karen Regis, Director Marketing für den Bereich mobile Lösungen bei Intel, hat neue Prozessoren für günstige Sub-Notebooks in Aussicht gestellt. Bislang müssen Anwender für die schicken Rechen-Leichtgewichte mit Display-Größen zwischen zwölf und 14 Zoll meist deutlich über 1000 Euro auf den Tisch legen. Das könnte sich nach Einschätzung von Regis im Laufe des Jahres ändern. Neue Chips der Centrino-2-Generation, die Intel unter dem Codenamen Montevina Plus entwickelt hat und die ab dem zweiten Quartal 2009 auf den Markt kommen, sollen die dünnen und leichten Notebooks bezahlbar machen. Die Preise für die künftigen Leichtgewichte könnten auf Beträge zwischen 500 und 1000 Euro sinken.

Mit seinen Atom-Chips will sich Intel auf Netbooks, Mobile Internet Devices (MIDs) und Embedded Systeme konzentrieren.
Mit seinen Atom-Chips will sich Intel auf Netbooks, Mobile Internet Devices (MIDs) und Embedded Systeme konzentrieren.
Foto: Intel

Mit Details zu den neuen Mobile-CPUs hält Regis noch hinterm Berg. Die Intel-Managerin will nicht verraten, mit wie vielen Rechenkernen die Chips arbeiten, wie viel Strom sie verbrauchen werden und was die Prozessoren kosten werden. Die künftige Klientel hat sie allerdings schon fest im Blick: Den Kunden, die mit der neuen Produktklasse angesprochen werden sollen, seien die bisher verkauften Sub-Notebooks zu teuer und die kleineren Netbooks zu leistungsschwach.

Mit der Ankündigung von Intel wird das Segment der preisgünstigen Sub-Notebooks zunehmend interessanter. Bereits zu Jahresbeginn hat Konkurrent AMD mit dem unter dem Codenamen "Yukon" entwickelten Chip eine neue Plattform für die Leichtgewichte vorgestellt, die sich aus einem "Athlon-Neo"-Prozessor sowie einem integrierten ATI-Grafikchip zusammensetzt. Die AMD-Verantwortlichen adressieren mit Yukon ultraportable Notebooks, die sich auch für Multimedia-Anwendungen eignen sollen. Bislang hätten die Kunden Kompromisse schließen müssen: Entweder ein Netbook, dass zwar günstig zu haben ist, aber von der Leistung seine Schwierigkeiten mit Multimedia-Anwendungen habe, oder eine leistungsstarkes Sub-Notebook, das jedoch in aller Regel bislang nur für viel Geld zu haben war. Yukon soll nun die Vorteile beider Segmente miteinander verbinden.