Sub-Notebook im Test: Acer Travelmate 6292

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Das Sub-Notebook Acer Travelmate 6292 besticht durch ein gutes Preis-Leistungsverhältniss. Ob es auch im mobilen Einsatz überzeugt, verraten wir in unserem Test.

Geschwindigkeit: Keine Ultra-Low-Voltage-CPU, keine sparsame 1,8-Zoll-Festplatte – Acer setzt im Travelmate 6292 auf rechenstarke Standard-Notebook-Komponenten. Zum Beispiel den Core 2 Duo T7100 mit 1,8 GHz und eine 160-GB-Festplatte von Hitachi. Dementsprechend liegt die Rechenleistung des kleinen Acer-Laptop gleichauf mit 15- oder 17-Zoll-Mobilrechnern, die einen T7100 und die integrierte Intel-Grafik verwenden. Gegenüber Sub-Notebooks wie dem Dell Latitude D430 oder dem Sony VGN-TZ11MN, die mit einer Ultra-Low-Voltage-CPU arbeiten, ist das Travelmate 6292 rund 35 bis 50 Prozent schneller.

Mobilität: Vier Stunden Akkulaufzeit ist ganz ordentlich – für ein echtes Unterwegs-Notebook aber nicht überragend. Das Acer Travelmate 6292 verbraucht dabei knapp 13 Watt – etwa drei bis vier Watt mehr als Sub-Notebooks mit einer Stromspar-CPU. Außerdem wiegt das Travelmate deutlich über zwei Kilogramm.

Ausstattung: Große Festplatte, DVD-Brenner – das Acer Travelmate 6292 hat alles mit an Bord. Kompromisse zugunsten des tragbaren Formfaktors muss man hier nicht fürchten: Selbst die Schnittstellen-Ausstattung liegt auf dem Niveau von Standards-Notebooks, wobei das Acer-Laptop sowohl Privatnutzer (unter anderem mit Firewire, TV-out, Speicherkartenleser) als auch Businessanwender (mit Dockinganschluss und Fingerabdruckleser) berücksichtigt. Für die Vernetzung bieten sich Gigabit-Ethernet, Bluetooth und 11n-WLAN an, wobei Acer hierfür nur zwei statt der maximal drei Antennen nutzt.

Ergonomie: Bei Text- und Farbdarstellung verdiente sich das entspiegelte Display gute Noten. Die Helligkeit lag ausreichend hoch, so dass man auch draußen unter bewölktem Himmel mit dem Notebook arbeiten kann. Nur mittelmäßige, für ein Sub-Notebook aber ausreichende Messwerte ermittelten wir für Kontrast und Helligkeitsverteilung. Die Kehrseite der leistungsfähigen CPU im kleinen Notebook stellte sich in der Schallmesserkammer heraus: Der Lüfter muss viel und laut arbeiten, um die Abwärme schnell aus dem Gehäuse zu befördern – wir maßen unter Last maximal 1,7 Sone.

Handhabung: Acer nutzt nicht die ganze Gehäusebreite für die Tastatur, links bleibt der Rand frei, rechts platziert man die Shortcut-Tasten. Daher schrumpfen einige Tasten unter Normalgröße – beispielsweise die Umlaute. Beim Schreiben war die Tastatur etwas laut, das Tasten-Feedback nicht sehr ausgeprägt.

Fazit: Für ein Mini-Notebook ist das Acer Travelmate 6292 ausgesprochen günstig. Zu diesem Preis bekommt man ein handliches Notebook, das so schnell arbeitet und so gut ausgestattet ist wie ein großer Laptop. Für den echten Road Warrior, der sein Notebook beruflich ständig unterwegs nutzen muss, ist es allerdings nicht zu empfehlen: Es ist zu schwer, zu laut und auch die Tastatur nicht ohne Schwächen.