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Studie: Verlagerung von IT-Arbeitsplätzen nimmt zu

10.12.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mehr als 825.000 IT-Arbeitsplätze werden im laufenden Jahr in Niedriglohnländer verlagert, schätzt die Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Sie stützt sich auf eine Befragung von IT-Entscheidern in 14 Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Japan und die USA. Zwischen 2002 und 2004 habe die Zahl der exportierten IT-Jobs pro Jahr um 5,9 Prozent zugenommen.

Die meisten Stellen verlagern der Studie zufolge die Vereinigten Staaten und Japan. In Europa entwickle sich Deutschland zum größten Job-Exporteur: Seit dem Beginn des Offshoring-Trends seien hierzulande IT-Stellen im Wert von 48,2 Milliarden Dollar ins Ausland transferiert worden. An erster Stelle ständen dabei Positionen in der Softwareentwicklung.

Mit den Leistungen der IT-Dienstleister in Billiglohnländern seien die Auftraggeber zwar überraschend zufrieden, so ein weiteres Ergebnis der Erhebung. Dennoch gebe es nach wie vor kulturelle und sprachliche Probleme sowie damit einhergehende Missverständnisse in der Zusammenarbeit. Nationale gesetzliche Beschränkungen können den Trend zum Offshoring nicht aufhalten, glauben die Analysten. (wh)