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Studie: US-Entwickler stehen auf Web-Services

25.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Evans Data Corp. hat wieder einmal US-amerikanische Entwickler nach ihren aktuellen Projekten befragt. Die Ergebnisse überraschen kaum - Web-Services und Sicherheit stehen ganz weit oben auf den Prioritätenlisten der Developer. Wie auch immer man sie definiere - Web-Services sind aus Sicht von Evans-Analyst und Studienautor Jay Dixit die neue "Must-Have"-Technik. Dixit beschreibt Web-Services übrigens als "Web-basierte Anwendungen, die mit anderen Web-basierten Anwendungen mittels XML-basierter Standards interagieren können". Zu diesen Standards zählt der Experte SOAP, ebXML, UDDI und WSDL. SOAP und Java seien für die Entwicklung am populärsten, WSDL und UDDI bildeten das Schlusslicht.

Über die Hälfte der befragten Entwickler gab an, sie rechne in den kommenden sechs Monaten mit der Entwicklung XML-basierender Web-Services. 40 Prozent arbeiten sogar bereits in irgendeiner Form an dieser Technik. 78 Prozent wollen im Laufe der kommenden zwei Jahre in ihren Unternehmen Web-Services produktiv einsetzen; fast 60 Prozent gaben zu Protokoll, zumindest einige ihrer Anwendungen nutzten Web-Services bereits heute. Weitere 82 Prozent wollen ihre Web-Anwendungen teilweise mit Web-Services-Schnittstellen ausrüsten, und 19 Prozent wollen in kommenden Applikationen XML verwenden.

47 Prozent der Web-Services-Developer sitzen gegenwärtig an Outsourcing-Projekten für externe Kunden. 44,5 Prozent werkelt an unternehmensweiten internen Anwendungen, und 41,5 Prozent wollen ihre Werke an den Rest der Welt verkaufen (hier waren Mehrfachnennungen möglich). Populärstes Werkzeug ist der Umfrage zufolge Microsofts "Visual Studio .Net", dem die Teilnehmer gegenüber Konkurrenzprodukten unter anderem von Sun, IBM, Oracle und Bea den Vorzug gaben.

Security beschäftigt die Entwickler ebenfalls überdurchschnittlich. Ein Fünftel gab zu Protokoll, ihr Unternehmen sei im vergangenen Jahr an der IT-Front attackiert worden. Die Developer halten übrigens Suns Unix-Derivat für das Betriebssystem mit den von Haus aus besten Sicherheitsmechanismen. In Sachen Web-Server entschied sich mit 58 Prozent die Mehrheit für den quelloffenen "Apache" als sicherstes Produkt am Markt. Microsofts Internet Information Server (IIS) wählten hier nur 19 Prozent. (tc)