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Studie: Unternehmen haben Sicherheitslücken satt

04.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In einer Studie der Hurwitz Group schneiden Softwarehersteller schlecht ab. Demnach sind es 80 Prozent der 300 befragten Unternehmensanwender leid, mit mangelhaften Programmen und Betriebssystemen konfrontiert zu werden. Da sich Fehler jedoch nicht vermeiden lassen, sollen diese nach Meinung der Anwender so schnell wie möglich bekanntgegeben werden. Gerade dagegen sträuben sich aber Hersteller wie Microsoft. Sie sind der Auffassung, dass Bugs und Sicherheitslücken erst mit einem fertig entwickelten Patch veröffentlicht werden sollten, um Hackern die Schwachstellen nicht ohne Gegenmittel zu verraten. Laut Hurwitz-Analyst Pete Lindstrom stecken die Anwender allerdings in einem Dilemma, denn eine fehlerfreie Alternative zu der in vielen Unternehmen eingesetzten Software ist nicht in Sicht. So bleibt den Betroffenen nicht viel mehr als zu fluchen. Abhilfe

könnte aber ein Vorschlag der National Academy of Science schaffen. Demnach sollen juristische Richtlinen entwickelt werden, die eine Herstellerhaftung bei durch Softwarefehler entstandenen Schäden regeln. (lex)