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Studie: Outsourcing-Deals im Abwind

17.10.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einer Studie der Beratungsfirma Technology Partners International (TPI) zufolge gab es im dritten Quartal in Folge einen Abschwung bei Computer-Outsourcing-Deals; in der Folge erwarten die Experten für dieses Jahr einen Rückgang des Marktvolumens in diesem Bereich von zehn bis 15 Prozent. Nach 72 Milliarden Dollar im Vorjahr soll die Summe der Outsourcing-Abschlüsse heuer nur noch 60 bis 65 Milliarden Dollar erreichen.

Als Gründe für den Rückgang nennen die Experte weniger so genannte Megadeals mit einem Volumen über eine Milliarde Dollar (davon soll es 2005 noch 15 geben nach 19 im Vorjahr) und einen Rückgang bei der Auslagerung von Geschäftsprozessen. Außerdem ging laut TPI die durchschnittliche Laufzeit der Outsourcing-Verträge von sieben bis acht auf sechs bis sieben Jahre zurück.

Den Markt im kommenden Jahr dürften nach Einschätzung der Auguren das Auslaufen von Großabschlüssen bestimmen, die Konzerne wie Ameritech, Bell Canada und Textron in den 1990er-Jahren geschlossen hatten. Etwa 70 Prozent dieser Vertragsvolumina von rund 40 Milliarden Dollar sind derzeit in Händen der großen Outsourcing-Dienstleister IBM, EDS und Computer Sciences Corp. (CSC). (tc)