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Studie: Öffentliche Hand interessiert sich verstärkt für SOA

16.11.2006
Von gemeinsam genutzten fachlichen Diensten (Shared Services) auf Basis einer SOA erhoffen sich Behörden effizientere Abläufe und einen verbesserten Kundenservice.

Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie der britischen Economist Intelligence Unit (EUI), die der Softwarehersteller Bea Systems in Auftrag gegeben hat. Die zur Verlagsgruppe "Economist" gehörenden Marktforscher befragten 127 Führungskräfte aus Behörden in Europa, Amerika, Asien und Afrika. 70 Prozent der Interviewten nutzen demnach bereits Shared Services oder planen deren Einsatz, um Bürgerservices zu verbessern und ihre Effizienz zu steigern. Als gangbarer Weg in diese Richtung werde immer öfter eine Service-orientierte Architektur (SOA) ins Auge gefasst, so die Studienautoren.

Eine einheitliche Portal-Schnittstelle ist für knapp die Hälfte Befragten eine wichtige Voraussetzung, um die Qualität der erbrachten Dienste zu verbessern. Mehr als ein Drittel steht dabei vor dem Problem, unterschiedliche Anwendungen und Repositories miteinander zu verbinden. Rund 30 Prozent greifen für ihre Frontend- und Backend-Anwendungen jeweils auf mehrere Anbieter zurück. Um diese Heterogenität in den Griff zu bekommen und eine flexiblere Infrastruktur zu schaffen, eigne sich eine SOA am ehesten.

In einem fachlichen Servicemodell ließen sich etwa Finanz-, Personal- oder Einkaufsfunktionen aus unterschiedlichen Abteilungen zusammenfassen und über eine zentrale Organisation zur Verfügung stellen, erläutern die Autoren. Behörden könnten auf diese Weise Kosten senken und den Kundenservice verbessern. (wh)