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Studie: Handystrahlung nicht verantwortlich für Tumortyp

31.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine vom britischen Institute of Cancer unter Leitung von Professor Anthony Swerdlow durchgeführte Studie hat ergeben, dass es keinen Zusammenhang gibt zwischen der Nutzung von Handys und der Entwicklung eines bestimmten gutartigen Tumors.

Für die Studie wurden 4231 Menschen in Großbritannien, Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden untersucht. 678 davon hatten das Kranksheitsbild Acoustic Neuroma ausgebildet (siehe zu Acoustic Neuroma etwa die Erklärungen der Mayo-Klinik oder auch Wikipedia ). Hierbei handelt es sich um einen Tumor, der am akustischen Nerv auftritt. Der akustische Nerv verbindet das Ohr mit dem inneren Ohr und dem Gehirn und leitet Töne vom inneren Ohr zum Gehirn weiter.

Der Studienleiter Swerdlow sagte: "Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass es in den ersten zehn Jahren nach dem Beginn der Handynutzung kein substantielles Risiko für die Ausbildung von Acoustic Neuroma gibt." Allerdings will der Wissenschaftler sich zu möglichen Langzeitrisiken nicht festlegen: "Ob es Langzeitrisiken gibt, bleibt unklar. Diese Aussage ist der Tatsache geschuldet, dass wir es bei Handys mit einer vergleichsweise jungen Technik zu tun haben".

Frühere Studien zu den Effekten, die die Handystrahlung auf den menschlichen Organismus haben könnte, ergaben, dass eine Erhitzung des Gehirns auftreten könnte. In deren Folge sei es möglich, dass es zu Kopfschmerzen und Übelkeit kommt.

Allerdings liegt bislang keine Studie mit jederzeit reproduzierbaren Ergebnissen vor, die beweisen, dass die Handystrahlung permanent schädliche Folgen bewirkt. Die Hersteller von Mobiltelefonen verwiesen darauf, dass es keinen schlüssigen Beweis gibt, der belegt, dass elektromagnetische Strahlung Schäden beim menschlichen Organismus hervorruft. (jm)