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Studie: Europäische Unternehmen vernachlässigen IT-Security

16.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Bemühen um den Schutz ihrer Unternehmens-IT haben europäische Sicherheitsexperten noch einiges aufzuholen. Wie eine aktuelle, von dem Anbieter Websense in Auftrag gegebene Studie ergibt, glauben zwar 91 Prozent der europäischen IT-Experten, dass ihre Firma gut gegen Angriffe geschützt ist. Bei 70 Prozent jedoch ist dieser Schutz nur lückenhaft. So werden viele Web-basierende Gefahren schlicht übersehen, außerdem hat die Mehrheit der Antwortenden keinerlei Maßnahmen ergriffen, um etwa interne Angriffe oder Phishing-Attacken abzublocken.

Die Lage ist besorgniserregend: 58 Prozent von insgesamt 500 für die Studie "Stress of Security" befragten IT-Manager antworteten, gegen weniger als drei der am weitesten verbreiteten Web-Bedrohungen angemessen vorbereitet zu sein. Knapp ein Zehntel der Antwortenden (acht Prozent) haben außer Firewall und Virenschutz keine weiteren Sicherheitslösungen installiert. 35 Prozent sind ihrer eigenen Einschätzung zufolge nicht in der Lage, Spyware abzuwehren, und 56 Prozent gelingt es nicht, den Einsatz von Peer-to-peer-Anwendungen zu unterbinden.

Als große Bedrohung sehen die IT-Experten ihre mobilen Mitarbeiter und deren Equipment. Über zwei Drittel (71 Prozent) stufen Laptops, die unterwegs genutzt und später im Büro wieder ans Netz gehängt werden, als die größte Gefahr für die IT ein. Nur gut ein Fünftel (21 Prozent) verfügt hingegen über die geeigneten technischen Mittel, um dieses Problem zu lösen, etwa indem die Zugriffsmöglichkeiten begrenzt werden. (ave)