Studie: Datennutzung nimmt in Europa rasant zu

12.06.2008
Das Marktforschungsinstitut AT Kearney hat im Auftrag der GSM Association die Nutzung mobiler Datendienste untersucht. Dabei kam heraus, dass der europäische Markt im weltweiten Vergleich am schnellsten wächst. Eine Datennutzung über die Landesgrenzen hinweg wollen sich jedoch weiterhin nur wenige Nutzer leisten.

Der europäische Markt für mobile Datendienste wächst rasant. Zu dem Schluss kommt das Marktforschungsinstitut AT Kearney. Es untersuchte im Auftrag der GSM Association, dem Zusammenschluss der GSM-Netzbetreiber, die Nutzung mobiler Datendienste in Europa. Die Untersuchung beruht nach Angaben der GSMA auf aktuellen Daten von 39 europäischen Netzbetreibern, die 59 Prozent der europäischen Nutzer betreuen. 2007 wuchs der Markt demnach um 40 Prozent auf 7 Milliarden Euro. Die Betreiber investierten in der Zeit mehr als 20 Milliarden Euro in Netzinfrastruktur und Services.

Die Zahl der UMTS-Nutzer in der EU verdoppelte sich seit Jahresbeginn auf 112 Millionen Menschen. 22,5 Prozent der Europäer nutzen 3G-Dienste, in den USA und Kanada sind es dagegen nur 18,4 Prozent und im asiatisch-pazifischen Raum sogar nur 3,7 Prozent. Der Grund für die wachsende Akzeptanz liegt nach Meinung von AT Kearney in den fallenden Preisen für den Datenverkehr und die Services sowie die dafür benötigte Hardware.

In einigen europäischen Märkten sind mobile Breitbanddienste mittlerweile billiger als DSL. So gibt es beispielsweise in Großbritannien Angebote für mobiles Breitband ab 13 Euro pro Monat, in Österreich kostet der Einstieg sogar nur 10 Euro. Viele Anbieter hätten heute große Datenpakete im Angebot und neue Methoden, ihre Kunden zu informieren, wenn sie das Limit ihres Tarifes erreicht haben. Außerdem kappen sie die Verbindung, sollte der Kunde nicht antworten.

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