Studie: 2008 mehr Handy- als Festnetztelefonate

01.08.2007
Zwar telefonieren Europäer nicht häufiger oder länger, doch sie nutzen öfter ihr Handy zur Kommunikation. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Marktforschers Analysys. Die Abwanderung vom Festnetz ins Mobilfunknetz sei in ganz Europa zu beobachten. 2008 werden europaweit erstmals mehr Telefonate über das Handy abgewickelt als über den Festnetzanschluss.

Telefonate werden zunehmend über das Handy geführt. Die Zahl der Gesprächsminuten, die über die Mobilfunknetze abgewickelt werden, steigt europaweit kontinuierlich an. Bereits 2008 werden in Europa mehr Gespräche über das Handy geführt, als über das Festnetz, so die Aussage einer Studie des britischen Marktforschers Analysys. Doch insgesamt telefonieren die Menschen nicht häufiger oder länger, sie nutzen nur verstärkt ihre Mobiltelefone zur Kommunikation.

Besonders gut zu beobachten sei der Wechsel in Finnland, wo 2006 knapp zehn Prozent der Gespräche in die Mobilfunknetze "gewandert" sind. Insgesamt telefonieren 74,6 Prozent der finnischen Bevölkerung mobil. In Deutschland ist im letzten Jahr ein Anstieg von sechs Prozent zu verzeichnen gewesen. Während die Kommunikation über das Festnetz hierzulande noch überwiegt, stieg der Anteil mobiler Gespräche 2006 auf 23 Prozent.

In der Studie "The Acceleration fo Fixed-Mobile Substitution in Western Europe: facts and figures" sehen die Analysten eine exponentielle Entwicklung der Nutzung mobiler Telefone in Europa, die Gründe dafür sind einerseits die Gewöhnung der Nutzer an das Telefonieren per Handy und andererseits die sinkenden Preise für mobile Kommunikation.

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