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Studenten können kaum noch ohne Netz

15.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine Studie zur Nutzung elektronischer Information an deutschen Hochschulen veröffentlicht. Demnach wird das Internet zunehmend zum meistgenutzten Informationsmedium im Studium. Die fach- und sachgerechte Nutzung weise aber noch erhebliche Defizite auf, heißt es weiter.

Befragt hat das Ministerium Dekanate, Professoren und Studenten in ausgewählten Fächern. Als ein wesentliches Ergebnis trat zutage, dass das Angebot im Internet oft als unübersichtlich wird. Die Folge: Die Zufriedenheit mit den Resultaten elektronischer Recherchen ist gering.

Studenten suchen wissenschaftliche Informationen mittlerweile im Netz ebenso häufig wie in der Uni-Bibliothek. Dabei greifen sie meist (mit geringem Erfolg) auf kommerzielle Suchmaschinen zurück. In fachspezifischen Online-Datenbanken recherchieren nur sechs Prozent. Die meisten Studenten bringen sich die Nutzung elektronischer Medien selbst bei (was ihre Dozenten für "unangemessen" halten). Nur 15 Prozent nutzen die Einführungsveranstaltungen ihrer Bibliotheken.

Die Professoren haben ihrerseits ebenfalls Defizite: Nur ein Drittel fördert nach eigenen Angaben die Fähigkeit zur Informationsrecherche im Rahmen eigener Lehrveranstaltungen. Nur in fünf Prozent aller Prüfungs- und zehn Prozent aller Studienordnungen ist Informationskompetenz als zu erwerbende wissenschaftliche Qualifikation verankert.