Kabelwirrwarr ade

Stromverteilung per Schiene

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Ganz am Anfang bei Planung und Betrieb einer optimierten RZ-Umgebung steht die physische Stromverteilung. Mit Verteilern an der Decke ist sie besonders einfach, flexibel und - im Vergleich zu konventionellen kabelbasierten Systemen - kostensparend.
Aufgeräumt: Die Stromverteilung per Schiene an der Decke des Rechenzentrums ist effizient und flexibel.
Aufgeräumt: Die Stromverteilung per Schiene an der Decke des Rechenzentrums ist effizient und flexibel.

Stromschienensysteme, im Rechenzentrum an der Decke angebracht, sind besonders wirtschaftlich. Verantwortlich dafür sind Funktion und technisches Design: Bei einem Schienensystem mit 100, 225 oder 400 Ampere erfordert das Hinzufügen oder Entfernen von Abgängen zur Stromversorgung von 19-Zoll-Racks nicht das Know-how eines Elektrikers - anders als bei herkömmlichen Kabel-Panel-Lösungen. Auch eine Unterbrechung der Stromversorgung in Form von geplanter Downtime ist nicht notwendig.

Die Abgangskästen können an beliebigen Stellen entlang der Stromschienenprofile an der Rechenzentrumsdecke einfach per Stick und 90 Grad-Dreh eingesetzt werden. Ebenso leicht lassen sie sich wieder entfernen und an anderer Stelle wiederverwenden. Der zeitliche Aufwand für die Montage beschränkt sich auf wenige Minuten und nimmt nicht Tage oder Wochen in Anspruch - so wie es bei den Kabel-Systemen der Fall ist. Entsprechend zeit- und kostensparend lassen sich auch Routineprüfungs- und Wartungsarbeiten am Stromschienensystem durchführen.