Bundes-CIO

Strengere Vorgaben für IT-Sicherheit bei Infrastruktur gefordert

03.06.2013
Die Vorsitzende des Nationalen Cybersicherheitsrates, Cornelia Rogall-Grothe, will mehr IT-Sicherheit für lebenswichtige Infrastruktur wie Daten- oder Stromnetze durchsetzen.
Cornelia Rogall-Grothe, Vorsitzende des Nationalen Cyber-Sicherheitsrats
Cornelia Rogall-Grothe, Vorsitzende des Nationalen Cyber-Sicherheitsrats
Foto: BMI / Hans-Joachim M. Rickel

"Angesichts der stetig steigenden Zahl von Cyberangriffen halte ich es für sinnvoll, dass wir in Zukunft den Betreibern kritischer Infrastrukturen schärfere Vorgaben machen", sagte Rogall-Grothe der "WirtschaftsWoche". Eine Schlüsselrolle kommt dabei aus ihrer Sicht dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu. "In sensiblen Bereichen müssen Sicherheitsprodukte eingesetzt werden, die den Vorgaben des BSI entsprechen", betonte Rogall-Grothe, die auch Staatssekretärin im Bundesinnenministerium ist. "Wenn wir bei einer Ausschreibung dieses Kriterium aufnehmen, ist das eine wichtige Voraussetzung für die spätere Auftragsvergabe."

Sie könne sich vorstellen, dass die europäischen Regierungen gemeinsam die Produktion sicherer Kommunikationstechnik in Europa fördern. "Wir können uns als Nachfrager zusammenschließen, um eine größere Marktmacht zu bekommen. Die Stückzahlen steigen dann, und es wird für die europäische Industrie wieder interessant, in IT-Produkte zu investieren", wird Rogall-Grothe von der "WirtschaftsWoche" zitiert. "Ich halte es auch für sinnvoll, dass die hiesige IT-Industrie gemeinsam sichere Produkte entwickelt und die hohen Kosten auf mehrere Schultern verteilt." (dpa/tc)