Streit ums iPhone: And the Winner is T-Mobile

04.12.2007
Im Rechtsstreit um die Exklusivvermarktung des Apple iPhones durch T-Mobile erlitt Vodafone eine juristische Niederlage. Das Hamburger Landgericht hat die Einstweillige Verfügung aufgehoben, das Apple-Handy ist künftig wieder ausschließlich beim Bonner Netzbetreiber erhältlich. Doch was bedeutet das für den Kunden?

Die vorerst letzte Schlacht ums iPhone ist geschlagen und dürfte bei Apple-Jüngern in ganz Deutschland wie ein Schlag in die Magengrube gesessen haben - auch wenn Experten bereits in der vergangenen Woche mit diesem Urteil gerechnet haben. Das Landgericht Hamburg hat am Dienstag die Einstweillige Verfügung von Vodafone gegen den exklusiven Vertrieb des iPhones bei T-Mobile aufgehoben. Im Klartext heißt das: Die Telekom-Tochter darf Apples Wunderhandy künftig exklusiv vertreiben. Mit SIM-Lock und Vertragsbindung.

Kaum ist das Urteil gefallen, haben es natürlich alle besser gewusst: "Wir waren stets von der Rechtmäßigkeit unseres Angebots überzeugt", sagte T-Mobile-Sprecher Philipp Humm. Man sei auch weiterhin bereit, für das Geschäftsmodell zu kämpfen. Schließlich müsse die Mobilfunkbranche "in Zukunft auf innovative Geräte und neuartige Vertriebsmodelle setzen, um wieder Wachstum zu erreichen". Schöne gesagt, doch was bedeutet das für den Kunden?

Eines ist sicher: Nachdem Telekom-Chef René Obermann seit gestern mit erwartungsvoller Miene auf das Gerichtsurteil aus Hamburg wartete, dürfte er mit tiefster Genugtuung den kleinen roten Knopf unter seinem Schreibtisch gedrückt haben, um den vertragsfreien Verkauf des iPhones binnen weniger Sekunden zu unterbinden. Wer sich das Apple-Handy unter den Weihnachtsbaum legen möchte, muss es also in Verbindung mit einem der Complete-Tarife kaufen, für 399 Euro plus monatlichen Zusatzkosten von mindestens 49 Euro.

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