Computerwoche-Webinar

Strategisches Duo: SAP HANA und IBM Power

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Ausrichtung der Infrastruktur für die effektive Nutzung von SAP HANA und die Möglichkeiten von Power-Systemen behandelt ein Webinar der Computerwoche.
Wer die richtige SAP HANA-Strategie entwickeln will, braucht technlogisches Knowhow ebenso wie Kenntnis der Möglichkeiten und Ökonomie moderner Infrastrukturen.
Wer die richtige SAP HANA-Strategie entwickeln will, braucht technlogisches Knowhow ebenso wie Kenntnis der Möglichkeiten und Ökonomie moderner Infrastrukturen.
Foto: Sergey Nivens - Fotolia.com

Stichworte wie In-Memory Computing und die SAP HANA Plattform-Technologie sowie Big Data versprechen, ganz neue Business-Analytics-Möglichkeiten umzusetzen. Doch wer ERP über SAP HANA laufen lassen will, muss die gesamte Infrastruktur entsprechend ausrichten. Zudem sind IT-Chefs gefordert, die richtige Plattform für die In-Memory-Technologie zu finden. Schließlich müssen ständig wachsende Datenmengen bewältigt werden und Adhoc-Analysen verfügbar sein.

Diese Herausforderung setzt technologisches Knowhow ebenso voraus wie eine profunde Kenntnis der Möglichkeiten und Ökonomie moderner Cloud-Infrastrukturen für Analytics. Entscheider müssen die richtige Strategie für die Integration der neuen Plattform in die bestehende ERP-Infrastruktur im Enterprise-Bereich entwickeln.

Um dieses Thema kreist ein Webinar der Computerwoche mit Dietmar Wierzimok, IBM ETS SAP-Leader bei IBM Europe, auch "Mister SAP" bei IBM genannt, und Klaus Andreas Span, Executive Business Development und Linux Solution Sales bei IBM, der sich quasi als sein "Sales Alter Ego" positioniert. Sie diskutieren mit Luis Praxmarer, Global Research Director bei der Experton Group. Die Moderation des Webinars übernimmt Detlef Korus von der Computerwoche.

Praxmarer vertritt als Marktforscher eine Meta-Ebene und stellt zunächst die Frage in den Raum, inwieweit die Infrastruktur aus den 1990er-Jahren ausreicht, um heute das "neue Öl", den teuer gehandelten Rohstoff Daten, zu verarbeiten. Was das jährliche Wachstum der Datenmenge betrifft, reichen die Schätzungen von 15 bis hundert Prozent. Sicher ist: es geht nicht nur um mehr und neue Datenquellen, sondern auch um neue Datenformate wie Bilder und Videos.

Eben darum zeigt sich Span überzeugt, dass der Trend weggeht von den relationalen Datenbanken und hin zu In-Memory-Datenbanken. Letztere sorgen auf jeden Fall für mehr Geschwindigkeit, wie Praxmarer bestätigt.

Moderator Korus will aber von den Webcast-Teilnehmern zunächst einmal wissen, wie sie potenzielle Geschäftsvorteile von Big Data und Analytics für ihr Unternehmen einschätzen. Das Ergebnis ist deutlich: 42 Prozent sprechen von "sehr großen Vorteilen", weitere 44 Prozent von "großen Vorteilen". Was Span nicht überrascht. "90 Prozent aller Daten sind unstrukturiert, man kommt gar nicht drum herum, die zu analysieren", sagt er.

In der Praxis sieht es nach Beobachtung von Praxmarer oft so aus, dass die Architektur der Zukunft in der Cloud liegt, SAP aber weiter im eigenen Rechenzentrum läuft. Wierzimok sieht die Anwenderunternehmen unter Transformationsdruck - wobei oft noch gar nicht so klar ist, wo die Reise hingeht. Eines steht für ihn fest: "Die klassischen Systems of Record werden durch Systems of Engagement ergänzt. Das Ergebnis sind Systems of Insight."

Eine weitere Umfrage unter den Webcast-Zuschauern nach einem möglichen Rollout zeigt, dass jeder Zweite zunächst sein Business-Warehouse bereitstellen würde. Es folgt das ERP-System mit 42 Prozent der Nennungen. Dagegen stehen die SAP Suite und S4 /HANA noch im Hintergrund.

Die Frage nach den Referenzen

Einer der Teilnehmer will von Wierzimok wissen, ob es bereits Referenzen gibt. "Endgültige TCOs noch nicht", antwortet der IBM-Manager, "aber ich freue mich auf das Ergebnis!"

Immerhin hat IBM mit der TU München einen starken Partner im Boot. Die Technische Universität, die auch als Provider agiert, testet einen großen Teil der HANA-Funktionalitäten aus, ist aber noch nicht zertifiziert. Wierzimok jedenfalls ist überzeugt: "Wir sind auf dem Weg in eine neue Ära des Computing!"

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