Wiederherstellung von IT-Systemen im Katastrophen-Fall

Strategien für das Disaster Recovery

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Fallen aufgrund einer Naturkatastrophe IT-Systeme aus, müssen sie rasch und ohne Datenverluste wiederhergestellt werden. Unter anderem deshalb geben Firmen immer mehr Geld für Disaster-Recovery- sowie Hochverfügbarkeitslösungen aus. Jedoch erfolgt der Abgleich zwischen den Produktiv-Systemen und den Sicherungskopien meist noch manuell, ist dadurch ungenau sowie mit einem hohen administrativen Aufwand verbunden. Diese Meinung vertreten die Marktforscher von IDC in einem Trendpapier zum Thema Disaster Recovery.
Ob Mittelständler oder Großkonzern: Unternehmen sehen in Datenverfügbarkeit und Disaster-Recovery die größte Herausforderung.
Ob Mittelständler oder Großkonzern: Unternehmen sehen in Datenverfügbarkeit und Disaster-Recovery die größte Herausforderung.

Fällt nach einer Naturkatastrophe wie dem Hurrikan "Kathrina" oder bedingt durch einen Terroranschlag die Firmen-IT aus, muss diese so schnell wie möglich wiederhergestellt werden und einsatzbereit sein. Im Ernstfall ist es nämlich entscheidend für das Geschäft, ob IT-Systeme in drei Stunden oder erst in drei Tagen wiederhergestellt sind sowie reibungslos und ohne Datenverlust laufen.

Teil der Geschäftsstrategie

Da immer mehr Unternehmen ihre Abläufe IT-gestützt abwickeln, muss die Ausfallsicherheit der IT sowie eine schnelle Wiederherstellung von Systemen und Geschäftsdaten im Katastrophenfall Teil der Geschäfts-Strategie sein.

Den Marktforschern zufolge geben die Unternehmen deshalb auch immer mehr Geld für Data-Protection- und Recovery-Lösungen aus. Doch obwohl Unternehmen verstärkt in solche Lösungen investieren, um sich gegen Katastrophen-Fälle abzusichern, haben sie erhebliche Probleme effektive Prozesse und Abläufe für die Wiederherstellung von Daten und Systemen aufzubauen und zu pflegen.

Manuelle Tests erfordern viel Aufwand

Die meisten Disaster-Recovery-Umgebungen werden bislang nur manuell und periodisch getestet. Auf diese Weise ist es für Firmen schwierig, sicherzustellen, ob es von allen kritischen Daten und Geschäfts-Prozessen ein Back-Up gibt sowie Lücken in den Sicherungskopien auszumachen.

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