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Storage-Geschäfte bleiben flau

09.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Laut einer Untersuchung von International Data Corp. (IDC) bleibt das Speichergeschäft auch im dritten Quartal 2002 eher flau. So gingen die weltweiten Einnahmen im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um zwei Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar zurück. Dies sei kein gutes Zeichen, erläutert IDC-Analystin Charlotte Rancourt. Wie die Vorjahre gezeigt hätten, habe das Speichergeschäft während der Monate Juli bis September in aller Regel etwas zulegen können. Zwar wachse die Speicherkapazität kontinuierlich, die Preise pro Gigabyte fielen dagegen schneller.

Marktführer nach Umsatz bleibt laut IDC Hewlett-Packard mit einem Anteil von 27 Prozent. Auf Rang zwei und drei folgen IBM und EMC mit Marktanteilen von 20 beziehungsweise elf Prozent. Abgeschlagen mit jeweils sechs Prozent liegen Dell und Hitachi Data Systems (HDS) auf den weiteren Plätzen. Obwohl die Analysten davon ausgehen, dass Netz-basierende Speicherarchitekturen wie Network Attached Storage (NAS) und Storage Area Networks (SANs) für Unternehmen auch künftig am interessantesten bleiben, verzeichneten beide Segmente im Vergleich zum zweiten Quartal 2002 deutliche Einbußen. Mit NAS-Geräten machten die Hersteller 10 Prozent weniger Umsatz, die SAN-Vertreter mussten sich mit sechs Prozent weniger Einnahmen begnügen. Für

die Zukunft geht Rancourt davon aus, dass die Speicherhardware zunehmend an Bedeutung verliert, was auch den Preisdruck weiter erhöhen dürfte. Der entscheidende Umsatzfaktor werde dagegen künftig die Software sein, mit der sich die Speicherumgebungen verwalten und steuern lassen. (ba)