Cloud Computing übertrifft die Lebensdauer aller Speichermedien

Storage für die Ewigkeit

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Beitrag in Zusammenarbeit mit Microsoft
Werner Kurzlechner
Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
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In der Cloud gibt es kein Verfallsdatum für abgespeicherte Daten – anders als bei allen anderen bisher genutzten Storage-Medien. Zudem unterstützen die Cloud-Dienstleister die Anwender bei der Übertragung auf neue Dateiformate und Speichertechnologien.
Foto: Infortrend

Nostalgie und Subkultur sind es, die der guten alten Schallplatte eine Überlebensnische bieten. Manche Liebhaber können sich trotz digitaler Revolution nicht vom Plattenspieler und ihren alten Scheiben trennen, Discjockeys schätzten Vinyl-LPs als optimales Instrument für ihre Künste und oft genug als ästhetisch wertvolles Gut. Davon abgesehen lohnt sich ein kurzer Gedanke an die Schallplatte auch im generellen Zusammenhang mit Datenspeicherung. Ja, die dahinter stehende Technologie ist steinalt, LPs sind der Dinosaurier unter den Speichermedien. Als Datenträger hatte Vinyl zudem immer schon eine fragile Seite: Ständig musste man auf der Hut vor Kratzern sein, rauschende Störgeräusche erschienen beinahe unvermeidlich

In einem Punkt aber ist die Schallplatte beinahe allen neueren Speichermedien für Bild, Ton, Text und Film seither überlegen: Was einmal darauf gepresst wurde, bleibt dort im Prinzip für die Ewigkeit – solange das Ding nicht entzweibricht. Das ist eine Qualität, die seither kaum eine andere Technologie erreicht hat. Erst Cloud Computing eröffnet jetzt hinsichtlich des Storage-Potenzials eine echte Steigerung. Denn im Prinzip gibt es für die Datenarchivierung in der Wolke kein Verfallsdatum.

Wie ungewöhnlich das ist, zeigt eine Übersicht von TheCloudInfographic.com über die Lebensdauer der wichtigsten Speichermedien der vergangenen Jahre und Jahrzehnte. Aufgelistet sind Computer-, Audio-, Video- und Fotomedien. Angegeben ist jeweils, wie lang die Datenträger üblicherweise in Gebrauch sind und wie lange sie in Extremfällen verwendet werden können. Die herausragende Stärke der Vinylpressung zeigen sich auf den ersten Blick: 100 Jahre in beiden Kategorien. Übertroffen wurde das seither lediglich von der Memory Card für Fotos mit 115 Jahren.

Storage-Medien aus der IT können da nicht mithalten. Die durchschnittliche Nutzungsdauer klassischer Disketten und CDs endet bei zwei oder drei Jahren, auch wenn eine CD-RW theoretisch ein Jahrhundert lang halten könnte. 100 Jahre erscheint auch als das Maximum für jüngere Speichermedien. Tatsächlich kann eine DVD-R bis zu 30 Jahre genutzt werden, eine Festplatte hat eine praktische Haltbarkeit von 34 bis 51 Jahren. Ein USB-Stick funktioniert theoretisch bis zu 75 Jahre, in der Praxis wird er höchstens ein Jahrzehnt genutzt – so er nicht irgendwo verloren geht, was bei den kleinen Teilen bekanntlich schnell einmal passiert.