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Stolpersteine für Server-Konsolidierung mit Windows Server 2003

29.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bei der Vorstellung von Windows Server 2003 in der vergangenen Woche betonte Microsoft-Chef Steve Ballmer unter anderem dessen hervorragende Eignung zur Server-Konsolidierung. Insbesondere Microsoft-Anwender mit älteren Installationen des Messaging-Servers "Exchange" werden hier allerdings Probleme bekommen - das noch immer populäre Release 5.5 muss auf NT 4 oder Windows 2000, Exchange 2000 auf Windows 2000 mit Service Pack 3 installiert werden, um mit Windows Server 2003 zu "koexistieren".

Grund sind die im neuen Server-Betriebssystem veränderten Versionen von Active Directory und Internet Information Services (IIS). Exchange 5.5 datiert aus der Zeit vor der Einführung des Verzeichnisdienstes, und IIS 6 isoliert Anwendungen in eigenen Speicherbereichen und ist nicht mehr über ISAPI (Internet Server Application Programming Interfaces) ansprechbar.

Microsoft erklärt in einem Whitepaper, mit rund 350 Code-Änderungen in Windows Server 2003 betreffend Exchange habe das Unternehmen festgestellt, dass es sinnvollerweise seine Entwicklungsarbeit auf das kommende Exchange 2003 (Codename "Titanium") konzentrieren und nicht die älteren Version von Exchange updaten solle. So mancher Anwender, der nun gezwungen ist, entweder veraltete Infrastruktur weiter zu betreiben oder zwangsweise auf Titanium aufzurüsten, wird da wohl anderer Ansicht sein. (tc)