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STMicro streicht weitere Stellen

17.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - ST Microelectronics will nach dem - aus eigener Sicht - enttäuschenden Jahresauftakt mehr Stellen streichen als bislang geplant. Wie der zweitgrößte europäische Chiphersteller bekannt gab, sollen bis Mitte kommenden Jahres zusätzliche 1700 bis 1800 Stellen gestrichen werden. Zusammen mit den bereits angekündigten Maßnahmen fallen somit insgesamt 3000 Jobs oder neun Prozent der Arbeitsplätze außerhalb Asiens weg. Von den zusätzlichen Entlassungen verspricht sich der neue STM-Chef Carlo Bozotti Einsparungen in Höhe von 90 Millionen Dollar jährlich. Insgesamt sollen die Betriebskosten durch die Verlagerung von Stellen und die Schließung von Niederlassungen um mehr als 500 Millionen Dollar pro Jahr sinken.

Das Unternehmen hatte im ersten Quartal 2005 wegen der der schwachen Chipnachfrage und des starken Preisdrucks einen überraschend hohen Verlust von 31 Millionen Dollar verbucht. Der Umsatz lag mit rund zwei Milliarden Dollar um drei Prozent über den Einnahmen im Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem vorangegangenen vierten Quartal 2004 brachen die Erlöse jedoch um mehr als zehn Prozent ein. (mb)