Editorial aus CIO-Magazin 10/2014

Stichwort Cyber Resilience

02.10.2014
Von 
Horst Ellermann ist Herausgeber des CIO-Magazins und Ambassador für CIOmove in Deutschland.
Die neue Oktober-Ausgabe des CIO-Magazins ist erschienen. Welche Schwerpunktthemen Sie im aktuellen Heft finden, verrät Ihnen CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.
CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.
CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.
Foto: Joachim Wendler

Resilience lässt sich übersetzen mit "Widerstandskraft". Es geht um die Fähigkeit, Rückschläge zu verkraften, bei einem Sturz möglichst schnell wieder aufzustehen und weiterzulaufen. In diesem Heft geht es gleich in drei Artikeln um das Thema:

Die Herren Broecker, Meier und Schott berichten, wie sie den Attacken auf mobile Geräte so gut wie möglich ausweichen. Ganz klappt das nie, das liegt in der Natur der Sache. Wer möglichst leicht und überall zugänglich sein will, der öffnet eben auch die Tore für unerwünschte Gäste. Was für eine wunderbare Chance für den CIO, findet Hagen Rickmann von T-Systems: Könne der IT-Chef doch prima belegen, dass er als Einziger im Unternehmen Chancen und Risiken angemessen abwägen kann. Die anderen an unserem runden Tisch lächeln gequält. "Jede Gabe ist eine Aufgabe", hat die Malerin Käthe Kollwitz einmal gesagt.

Der Sicherheitsexperte Jörg Asma spricht von "Cyber Resilience", um deutlich zu machen, dass Vermeidungsstrategien beim Thema IT-Security nicht mehr funktionieren. Firewalls und Verbote haben vielleicht früher geholfen. Heute taugen sie nur noch bedingt, dafür sind die Angreifer zu schlau geworden. Asma rät dazu, Schadensfälle nicht zu verheimlichen, sondern sie - wie in England Pflicht - bei einer staatlichen Stelle zu melden und dann zu diskutieren, wie man als Betroffener schnell wieder produktiv wird.

Und noch ein drittes Mal taucht Resilience in diesem Heft auf. Seit diesem Sommer gibt es an der WHU - Otto Beisheim School of Management das"Center of Business Resilience". Aktuelles Forschungsgebiet ist die digitale Transformation, also wie Manager ihre Geschäftsmodelle umbauen, um Umsatzrückgang in tradierten Bereichen auszugleichen. Beispiele aus Medien, Handel oder Banken gibt es, schreiben die Autoren Peter Kreutter und Paul de Bijl. Allerdings gebe es eben auch die acht großen Hindernisse, an denen Transformationsprozesse gerne scheitern. Ich wette mit Ihnen, dass Sie Ihr Unternehmen da an der einen oder anderen Stelle wiedererkennen.

Viel Spaß beim Lesen und Vergleichen!

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