Evolution statt Revolution

Steve Jobs höchstpersönlich stellt das iPad 2 vor

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Apple-Gründer und -CEO Steve Jobs ließ es sich nicht nehmen, trotz Erholungs-Auszeit heute Abend selbst das neue "iPad 2" vorzustellen.
Das iPad 2 - ein Drittel dünner als das bisherige Modell.
Das iPad 2 - ein Drittel dünner als das bisherige Modell.
Foto: Apple

Mit dem neuen iPad will der Apple-Chef die bisherige Erfolgsgeschichte des hauseigenen Tablets fortschreiben. "2011 wird das Jahr des iPad 2", kündigte Jobs vollmundig an und sparte in seiner Präsentation auch nicht mit Seitenhieben auf die Tablet-Konkurrenz. Das iPad 2 hat einen neuen "A5"-Prozessor mit zwei Kernen ("Dual Core") und soll damit zweimal so schnell rechnen wie das erste iPad. Die Grafikleistung soll sogar neun Mal höher sein als beim bisherigen Modell. Außerdem erhält das iPad zwei Kameras, von denen die rückwärtige 720p-Video aufnehmen kann, und einen 3-Achsen-Gyrosensor.

Das Display bleibt wie gehabt bei einer Auflösung von 1024 x 768 Pixel, das umrahmende "Passepartout" ist nun auf Wunsch auch in Weiß zu haben. Das iPad 2 ist ein Drittel dünner als bisher (8,8 Millimeter) und wiegt mit 601 Gramm (mit 3G-Modul 613 Gramm) auch um einiges weniger. Die Akkulaufzeit soll laut Apple weiterhin bei zehn Stunden liegen. Das iPad 2 kommt in den USA am 11. März zu Preisen ab 499 Dollar auf den Markt und im Rest der Welt (mehr oder weniger) zwei Wochen später am 25. März. Die deutschen Preise wurden noch nicht mitgeteilt.

Mit zwei Kameras eignet sich das iPad 2 nun auch für "FaceTime"-Videotelefonie.
Mit zwei Kameras eignet sich das iPad 2 nun auch für "FaceTime"-Videotelefonie.
Foto: Apple

Das iPad 2 läuft mit der neuen iOS-Version 4.3, die Neuerungen wie verbessertes Airplay, deutlich schnelleres JavaScript im "Safari"-Browser sowie iTunes-Privatfreigabe bringt. Für Spaß mit den beiden Kameras im neuen Tablet sind außerdem die vom Mac und iPhone bereits bekannten Programme "Photo Booth" und "FaceTime" mit dabei. Der Seitenschalter kann nun wahlweise das iPad stummschalten oder die Bildschirmlage fixieren. Dazu kommt noch ein "Persönlicher Hotspot" (bei dem allerdings der Mobilfunk-Carrier vor ist). iOS 4.3 erscheint - auch für iPhone und iPod touch - ebenfalls am 11. März.

Als Zubehör für das iPad 2 bietet Apple für 39 Dollar unter anderem ein spezielles Kabel an, mit dem man den iPad-Bildschirminhalt via HDMI auf den Fernseher ausgeben (bis 1080p aus allen Apps) und das Gerät dabei sogar noch aufladen kann. Ferner gibt es ein neues "Smart Cover" für das Display, das die schöne Alurückseite freilässt (anders als der bisherige "Taucheranzug") und gefaltet als Ständer dienen kann. Die in Polyurethan (39 Dollar) oder Leder (69 Dollar) erhältliche Abdeckung hält magnetisch und kann das iPad auch aufwecken und schlafenlegen. Last, but not least kommen mit "iMovie" und "Garageband" zwei bekannte Apple-Programme für Video- und Audiobearbeitung auch als Apps für das iPad.

Das neue Smart Cover, getreu dem Motto "Ein schöner Rücken kann auch entzücken" ;-)
Das neue Smart Cover, getreu dem Motto "Ein schöner Rücken kann auch entzücken" ;-)
Foto: Apple

Mit der Evolution des iPad legt Apple die Latte für die zahlreichen Nachahmer speziell aus dem Android-Lager ein gutes Stück höher. Gleichzeitig lässt sich der Hersteller aber auch noch Raum für weitere, womöglich wieder "revolutionäre" Neuerungen in einem künftigen "iPad 3". Und das könnte ja, so hört man aus der Gerüchteküche, bereits im Herbst dieses Jahres auf den Markt kommen.

Update (Donnerstagmorgen): Mittlerweile steht die komplette Keynote von Steve Jobs als Video bereit. Zum Abspielen wird Quicktime benötigt.

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