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Steve Ballmer rechnet mit weiterer Marktkorrektur

24.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Microsofts CEO (Chief Executive Officer) Steve Ballmer hält eine Reihe von High-Tech-Aktien für überbewertet und geht deshalb von einer weiteren Korrektur aus. Er kritisierte auch, wie leicht die Anleger zu beeinflussen seien. "Die Wirtschaftswissenschaft lehrt, dass die Börse langfristig immer Recht hat. Kurzfristig folgen allerdings viele Investoren einem Trend. Wenn es gerade ´in´ ist, in einen Sektor zu investieren, dann tun es alle. Sobald es wieder ´out´ ist, verkaufen alle die Aktien aus diesen Bereich", so Ballmer. Schon im vergangenen Jahr hatte sich der CEO über die hohe Bewertung einiger Aktien ausgelassen. Damals hielt er auch den Anteilschein seiner eigenen Firma für überbewertet, was in einem Kursrutsch für Microsoft endete. Außerdem betonte Ballmer, dass er die geplante Fusion von AOL und Time Warner begrüßt. AOL alleine wäre für Microsoft ein weitaus stärkerer Konkurrent. "Durch den Zusammenschluss ist AOL ein Medienkonzern und das beeinträchtigt unser Geschäft nicht."