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Steria greift nach britischem Outsourcer Xansa

30.07.2007
Groupe Steria SCA hat dem britischen Outsourcer Xansa plc ein freundliches Übernahmeangebot unterbreitet.

Steria bietet den Xansa-Eigentümern für jede Aktie 130 Pence in bar, entsprechend einem Aufgeld von 61,3 Prozent auf den durschnittlichen Kurs der Xansa-Aktie im Monat bis zum 26. Juli (an dem Xansa erstmals über eine mögliche Übernahme berichtet hatte, was den Kurs von 76 auf 105 Pence hatte hochschnellen lassen). Der Xansa-Verwaltungsrat empfiehlt die Übernahme den Aktionären einstimmig.

Xansa hat über 8000 Mitarbeiter, von denen rund 5000 in Indien ansässig sind, und kann damit eine integrierte Onshore/Offshore-Delivery-Plattform anbieten. Steria erhofft sich von der Übernahme unter anderem eine stärkere Position auf dem Service-Markt in Großbritannien. Nach erfolgter Übernahme dürfte man sowohl in Europa als auch in UK unter den zehn führenden IT-Dienstleistern liegen, erklärten die Franzosen.

Steria rechnet durch die Akquisition ab dem Jahr 2010 mit jährlichen Synergien von 53 Millionen Euro (2008: 24 Millionen Euro, 2009: 49 Millionen Euro); dafür sollen allerdings in den kommenden zwei Jahren zunächst Kosten von geschätzten 49 Millionen Euro auflaufen.

Finanzieren wird Steria die Übernahme über eine neue Kreditlinie, die BNP Paribas eingeräumt hat, die das Unternehmen neben Goldman Sachs bei der Übernahme beraten hat; Xansa wurde von UBS unterstützt.

Ausführlichere Infos zu dem Angebot können Interessierte auf der Steria-Website nachlesen, dort findet sich auch eine etwas verständlichere erläuternde Präsentation. (tc)