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Stellenbörse Monster.com warnt vor Datenklau

28.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In E-Mails an Millionen von Arbeitsuchenden warnt die Online-Jobbörse Monster.com davor, zu blauäugig auf Job-Angebote im Internet zu antworten. Vor allem sollten keine persönliche Daten versendet werden, die nicht unbedingt Teil einer Bewerbung sind. Die Gefahr, dass bei getürkten Job-Angeboten Daten gesammelt werden, sei viel zu groß.

Problem erkannt, Gefahr alles andere als gebannt. So muß es wohl heissen, nachdem die größte Jobbörse im Internet ihren nach eigenen Angaben rund 24,5 Millionen angeschlossenen Nutzern vor Augen führte, dass die Weitergabe von persönlichen Daten sehr problematisch sein kann. Insbesondere Angaben zum Familienstand oder auch die Weitergabe von Kreditkartennummer, Bankkontonummern oder - in den USA - Angaben zur Sozialversicherungsnummer seien nicht wesentlich für eine Online-Jobbewerbung und hätten dort auch nichts verloren.

Kevin Mullins, Sprecher von Monster.com, beeilte sich allerdings zu bekräftigen, dass die diese Woche versandte Warnung keinen aktuellen Anlass habe. Tatsächlich sei der Datenklau im Zusammenhang mit unseriösen Stellenangeboten eher selten, !aber wir wollten das Bewußtsein für die Problematik wecken, bevor tatsächlich etwas passiert."

Die Monster-Konkurrenz CareerBuilder.com und HotJobs.com hat bereits in der Vergangenheit ähnliche Warnungen veröffentlicht. Chris Jones, bei HotJobs für die Inhalte verantwortlich, sagte, Datenklau auf Jobbörsen sei "ein absolut ernstes Problem". In der nächsten Ausgabe des monatlich erscheinenden Newsletters von HotJobs an rund fünf Millionen Nutzer werde sich der Aufmacherartikel mit getürkten Jobangeboten zur Datenakquise befassen. HotJobs gehört zu Yahoo.

Ein Sprecher für CareerBuilder sagte ebenfalls, dass es zwar keinen konkreten Vorfall gebe. Nichtsdestotrotz warne man auch vor dem Datenmissbrauch. CareerBuilder ist ein Joint Venture von Gannett Company, Knight-Ridder und der Tribune Company. (jm)