Webcast zu Anforderungen an Server

Steigende Leistung, sinkender Energieverbrauch

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Wie holt ein IT-Chef mehr Leistung aus seinen Servern heraus und senkt dabei auch noch deren Energieverbrauch - diese Frage beantwortet Intel mit den Xeon Prozessoren der Produktfamilien E5-2600/1600 v3. Um sie geht es in einem Webcast der Computerwoche.
Rechenzentren müssen heute nicht nur leistungsfähig und sicher sein, sondern auch noch energieschonend.
Rechenzentren müssen heute nicht nur leistungsfähig und sicher sein, sondern auch noch energieschonend.
Foto: kjekol, Fotolia.com

Die Diskussion um Rechenzentren und Server dreht sich heute nicht mehr nur um deren Leistung. Aspekte der Sicherheitsarchitektur sind in den Vordergrund gerückt, ebenso die integrierte Speicherfunktionalität und die Netzwerkunterstützung. Hinzu kommt das wachsende Bewusstsein der Anwender für Ressourcenschutz. CIOs müssen daher auf geringe Wärmeemissionen achten, um den Energieverbrauch für die Kühlung der Server niedrig zu halten.

Ziel des IT-Entscheider ist es, mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel zu erledigen. Unterstützung versprechen Hochleistungs-Plattformen wie die Intel Xeon Prozessoren der Produktfamilien E5-2600/1600 v3. Um die nächste Generation dieser Prozessor-Serie und um erste Erfahrungsberichte geht es in einem Webcast der Computerwoche.

Der Webcast erläutert, welche Leistungen die neuen Intel Xeon-Prozessoren der Produktfamilien E5-2600/1600 v3 in der Praxis bringen und wie CIOs hohe Performance mit noch mehr Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit verbinden können. Erfahrungsberichte erster Anwender geben Einblick in die Praxis.

Als Sprecher treten Heiner Genzken auf, Business Development Manager bei Intel, und Markus Digmayer, Senior Product Owner Server (Technology International Markets) bei der 1&1 Internet AG. Uwe Küll von der Computerwoche moderiert den Workshop.

Gleich zu Beginn stellen die Teilnehmer klar: Nach fünf Jahren ist Schluss. Dann muss ein neuer Server her. Der Webcast startet mit dieser Frage ins Publikum, und eine relative Mehrheit von 47 Prozent gibt diesen Zeitraum an.

Dabei will es einer der Teilnehmer genauer wissen. Wann lohne es sich denn, vor Ablauf dieser fünf Jahre auf neue Server umzustellen, fragt er. Ob es da Wirtschaftlichkeitsberechnungen gebe. Für Genzken ist das kein Hexenwerk: „Was zahl‘ ich Strom? Sind die alten Server abgeschrieben? Was zahl‘ ich an Software-Lizenzen? Habe ich Platz im Rechenzentrum? Kriege ich ein Kühlungsproblem?“ Solche Fragen müssten Punkt für Punkt durchgegangen werden.

„Wie ein Auto, das weniger Sprit verbraucht“

Stichwort Zahlungen: Für die Kosten rund um Server und Rechenzentren interessieren sich die Teilnehmer am stärksten. Ob die neuen Prozessoren günstiger seien als die alten? Da wird Genzken metaphysisch: In einer Auswahl von über 30 V3-Prozessoren sei sicher für jeden was dabei. Ein weiterer Teilnehmer will wissen, wann sich die verbesserte Energie-Effizienz eines Servers im Betrieb auswirkt. Für Digmayer ist da schnell beantwortet: „Zu jeder Sekunde!“ Und Genzken fügt an: „Genau wie bei einem neuen Auto, das weniger Sprit verbraucht.“

Die Vorteile der neuen Prozessor-Generation will Genzken in einem größeren Zusammenhang sehen. Da sind einerseits die harten Fakten: Die neuen CPUs steigern die Leistung um bis zu 300 Prozent. Sie messen auf Basis von Sensortechnik die Leistung und Zuverlässigkeit von IT-Services. Weil Server, Netzwerk und Storage auf derselben Technologie gründen, liefern sie die Grundlage für Software Defined Infrastructure (SDI). Das Ganze bei 25 Prozent mehr Energieeffizienz. „Der Prozessor ist der größte Energieschlucker im Server“, so Genzken, „entscheidend ist, dass die Anzahl der Kerne hochgeht.“ In Zahlen: Die Intel Xeon E5-2600 v3 Produktfamilie bietet mit bis zu 18 Kernen pro Sockel und 45 MB Last-Level Cache bis zu 50 Prozent mehr Kerne und Cache im Vergleich zum Vorgänger.

Technologie im Business-Kontext sehen

Doch solche technologischen Faktoren sind nur die eine Seite. Die andere ist die Business-Seite. Dass sich die IT in den vergangenen Jahren vom Hilfsmittel zum Business Enabler entwickelt hat, fasst Genzken mit einem Satz zusammen: „In vielen Fällen ist die IT das Geschäft.“ Ob es um das Verleihen von Fahrzeugen gehe oder um Abläufe in der Hotellerie. Gemäß dem Schlagwort der Realtime Economy müssen Prozesse überall in Echtzeit abgebildet werden.

Wie wichtig Security dabei ist, zeigt eine weitere Umfrage unter den Teilnehmern: für fast neun von zehn (88 Prozent) ist Sicherheit das wichtigste Kriterium – neben dem Prozessor. Gut sieben von zehn (71 Prozent) legen auf Datenbackups wert und rund sechs von zehn (59 Prozent) auf die Netzbandbreite. Beim Thema Sicherheit hakt einer der Teilnehmer nach. Wie sicher und zuverlässig sind die neuen SSD-Module, so die Frage. Digmayer jedenfalls äußert sich zufrieden. In seinen Tests seien „einige Festplatten gestorben“, schmunzelt er.

Insgesamt hätten die Intel-Prozessoren die Tests bestanden. Der 1&1-Manager schreibt ihnen 30 Prozent mehr Leistungsfähigkeit bei maximal gleichem Stromverbrauch zu. Letztlich sieht er die Dinge pragmatisch – und kommt wieder auf die Kosten zu sprechen: „Jedes Watt, das wir einsparen, können wir an den Kunden weitergeben.“

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