Donnerstagsgerücht

Steigen Siemens und Nokia aus NSN aus?

07.02.2013
Siemens und Nokia verhandeln Insidern zufolge über die Beendigung ihres Joint-Ventures Nokia Siemens Networks (NSN).
Zentrale von NSN auf dem Nokia-Campus in Espoo bei Helsinki
Zentrale von NSN auf dem Nokia-Campus in Espoo bei Helsinki
Foto: NSN

Die Deutschen wollten aus dem defizitären Telekom-Ausrüster aussteigen, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. An der Börse stieg die Siemens-Aktie um 0,5 Prozent auf 77,39 Euro, während Nokia um 2,9 Prozent auf 3,05 Euro zulegten.

Einem Szenario zufolge würde Nokia gemeinsam mit einem Telekomausrüster wie Alcatel-Lucent Siemens aus dem Gemeinschaftsunternehmen herauskaufen. Auch das französische Unternehmen sei an den Gesprächen beteiligt gewesen. Die Verhandlung zwischen Siemens und Nokia gewinnen an Zug, da die Vereinbarung der beiden hinsichtlich NSN im April ausläuft. Die Unternehmen wollten sich nicht dazu äußern.

Siemens hatte mehrfach den Wunsch geäußert, aus der NSN-Tochter auszusteigen, die einen geschätzten Marktwert von zehn Milliarden Euro hat. NSN leidet wie Alcatel-Lucent unter dem harten Wettbewerb. Sie werden in die Zange genommen vom Marktführer Ericsson und den günstigen chinesischen Anbietern. Insgesamt ist der Markt flau, da Telekombetreiber oftmals hoch verschuldet sind und die hohen Investitionen in leistungsfähigere Netze kaum stemmen können. Lediglich in den USA und in Teilen Asiens sieht die Auftragslage gut aus. (dpa/tc)

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