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Statoil migriert auf Red Hat Enterprise Linux

06.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das norwegische Öl- und Gasunternehmen Statoil hat seine IT-Umgebung von UNIX nach Angaben von Red Hat auf dessen "Enterprise Linux" (RHEL) umgestellt und damit Kosteneinsparungen von 50 Prozent erzielt. Diese wurden demnach durch effektivere Systemverwaltung und verbesserte Leistung der aktuellen Applikationen möglich.

Gegenwärtig laufen nach Angaben des Linux-Distributors 70 Prozent der Spezial-Applikationen von Statoil für Rohstoffsuche und -produktion auf RHEL; die Anzahl der UNIX-Varianten im Unternehmen wurde von sieben auf vier gesenkt. Statoil habe zuvor sieben unterschiedliche UNIX-Derivate sowie Microsoft Windows eingesetzt - eine komplexe und entsprechend aufwändig zu verwaltende Infrastruktur.

Nach einer gründlichen Bewertung möglicher Alternativen auf Basis offener Standards wurde eine zweistufige Migration auf Linux beschlossen, um die Kosten zu senken und gleichzeitig ein hohes Sicherheitsniveau aufrechtzuerhalten. Im ersten Schritt wurden Anwendungen wie E-Mail und Domain Name Server migiert, in der zweiten Phase Spezialapplikationen und -systeme wie "Schlumberger Eclipse" (Reservoir-Simulation). Hier sei durch Umstellung auf RHEL eine Performance-Steigerung um das Zehn- bis 40-fache erzielt worden, heißt es.

Statoil setzt das Red-Hat-Betriebssystem auf Intel-Hardware ein - wegen der geringeren Komplexität sowie der insbesondere im Vergleich mit RISC-basierter Hardware geringeren Kosten.

"Wir haben uns wegen des Open-Source-Ansatzes und des Marktanteils für Red Hat Enterprise Linux entschieden. Im Vergleich mit Alternativen, wobei Suse der wichtigste Mitbewerber war, zeigte Red Hat auch andere Stärken", bekundet Statoils Chief Engineer Johnny Roen. Red Hat habe eine wesentlich bessere Unterstützung durch ISVs und Partner. Damit sei nicht nur das Angebot an Produkten und Dokumentation größer ist, sondern auch die Konkurrenz unter diesen Drittanbietern. (tc)