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Startup-Unternehmen Crosswalk will NAS-Cluster bauen

11.04.2006
Nachdem das Geschäft mit Software für das Storage-Ressource-Managment (SRM) kein Erfolg war, versucht es die Company jetzt mit Hardware.

Das NAS-System "iGrid" soll richten, was mit dem Verkauf von SRM-Programmen nicht gelang: für Crosswalk Umsatz generieren. Die Company aus Westminster, Colorado, wurde 2004 von Jack McDonnell gegründet, der zuvor schon McData aus der Taufe gehoben hatte. Nachdem Geschäftsidee A - Entwicklung und Verkauf von SRM-Software für kleine und mittelgroße Unternehmen - nicht zum gewünschten Erfolg führte und in 15 Monaten nur 15 bis 20 Kunden dafür gewonnen werden konnten, kündigte der CEO McDonnell jetzt Plan B an: ein Highend-NAS-System.

Das iGrid besteht aus einem Cluster von Intel-basierenden Linux-Servern, an die Mittelklassespeicher verschiedener Hersteller angehängt sind und auf dem ein von Crosswalk entwickeltes verteiltes File-System läuft. Die NAS-Speicher werden über eine 1-Gbit-Ethernet-Leitung mit dem Rechner-Grid verbunden. Jeder Speicherknoten fasst bis zu 200 TB, soll sich aber unterbrechungsfrei erweitern lassen.

Auf der Homepage von Crosswalk findet sich noch kein Hinweis auf die neue Hardware, dafür eine Nachricht von Raju Bopardikar, Vice President of Architecture and Technology bei Crosswalk. Darin beschreibt er die Merkmale der zukünftigen Lösung, die "den physikalischen Speicher von der Anwendung trennt, um eine skalierbare und gemeinsam zu benutzende Infrastruktur zu schaffen". Leider finden sich keine technischen Informationen, wie das iGrid aufgebaut ist und arbeiten soll. Der Verdacht liegt nahe, dass das System mit Lösungen von Startup-Firmen wie Polyserve, Isilon und Exanet vergleichbar ist. Zudem arbeitet auch Netapp an einem Speicher für High-Performance-Computing (HPC) und hat dazu Spinnaker übernommen, dessen verteiltes File-System mit der Netapp-Software verschmolzen werden soll.

Firmenchef McDonnell sieht der Konkurrenz allerdings gelassen entgegen, da "alle unsere Knoten gleichzeitig auf einen File zugreifen können, ohne den Datenverkehr durch ein einziges System zu schicken". Sein System übertreffe jedes andere in puncto I/O. Speicheranalyst Greg Schulz von Storage I/O gibt sich skeptisch: "Auf dem Papier skaliert das System gut. Aber ich glaube es erst, wenn ich es sehe." (kk)